Coronaimpfung für Jugendliche

Etwa 42,8% der 12-17 Jährigen wurden bereits vollständig gegen COVID-19 geimpft. Dieses zeigen die Statistiken des Robert-Koch-Instituts und dem Bundesministerium für Gesundheit. Anhand dieses Ergebnisses sieht man: Die Meinungen für oder gegen eine Impfung von Jugendlichen gehen stark auseinander.

Auch bei der Frage, ob es in Deutschland eine Impflicht geben sollte, gibt es viele Diskussionen. In anderen Ländern, wie der USA gibt es teilweise schon eine Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen, in Deutschland jedoch bisher nicht.

Zurzeit dürfen in Deutschland Jugendliche von 12- 17 Jahren geimpft werden. Die Impfung von diesen Altersgruppen wird auch von der STIKO empfohlen. Eine Impfung von Kindern unter 12 Jahren ist zur Zeit noch nicht zugelassen.

Bei einem Interview von mehreren geimpften Jugendlichen stellt sich heraus, dass es viele unterschiedliche Gründe gibt, sich impfen zu lassen. Der wichtigste: Vorteile von Geimpften sind zum Beispiel, keine Schnelltests mehr in der Schule machen oder bei Reisen in das Ausland nicht mehr in Quarantäne zu müssen. Außerdem wird bei Restaurants oder öffentlichen Veranstaltungen immer häufiger die zwei G-Regelung (Geimpft oder Genesen) eingeführt, weshalb einem ohne Impfung auch als Jugendlichem manches verwehrt werden würde

Eine Impfung schützt darüber hinaus einen selbst in den meisten Fällen vor einem schweren Krankheitsverlauf und senkt das InfektionsrisikoMan schützt also nicht nur sich selbst, sondern auch andere, weil die Ausbreitung von Corona durch die geringere Viruslast verhindert wird.

Alle Ungeimpften, die wir interviewt haben, wissen noch nicht genau, ob sie sich impfen lassen. Sie sind sich aller Vorteile durchaus bewusst, sehen aber auch Nachteile, wie gesundheitliche Folgen für einzelne Jugendliche.

Jugendliche, die an der Impfung schon gestorben sind, gibt es in Deutschland allerdings wenige. In diesen wenigen Fällen war die Todesursache zwar die Impfung, aber alle Jugendlichen hatten in diesen Fällen Vorerkrankungen. Doch trotzdem gibt dies vielen Jugendlichen ein ungutes Gefühl. Aus diesem Grund haben noch viele Jugendliche Angst, dass es zu schweren gesundheitlichen Folgen durch die Impfung kommen könnte.

Bei unserer Frage, wie die Jugendlichen sich über Risiken der Impfung informiert haben, Kkam heraus, dass die Stiko eine gute Informationsquelle im Hinblick auf die Impfung ist.

Bisher bekannte Nebenwirkungen der Covid- 19 Impfung sind häufig leichte Armschmerzen des geimpften Arms, Erschöpfung wenige Tage nach der Impfung, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Fieber. Eine weitere Nebenwirkung ist, dass es (häufiger bei Jungen) zu einer Herzmuskelentzündung kommen kann. Diese Entzündung ist selten und hat eigentlich keine Langzeitfolgen, wenn man diese Entzündung rechtzeitig bemerkt. Um so eine Entzündung vorzubeugen, wird von ärztlicher Seite geraten, keinen Sport zwei Wochen lang nach der Impfung zu machen.

In unserem Interview kam auch heraus, dass sich die Ungeimpften meist sogar mehr informiert hatten als die Geimpften, was auch daran liegt,dass manche sich nur impfen lassen haben, weil es die Mehrheit ihrer Klassen- oder Jahrgangsgruppe auch getan hat.

Haben Eltern Einfluss darauf, ob Jugendliche sich impfen lassen? Diese Frage haben wir ebenfalls gestellt. Die Antwort lautet auch in unserer Umfrage unter den Mitschüler*innen: Ja!

Auch unbewusst habendie Eltern einen großen Einfluss auf die Jugendlichen beim Thema impfen, weil sie eine gewisse Vorbildfunktion einnehmen. So die Meinung vieler Jugendlicher.

Jugendliche dürfen in Deutschland entweder mit dem Impfstoff von Biontech oder Moderna aus der USA geimpft werden. Unsere Befragten wurden alle mit Biontech geimpft, das liegt wahrscheinlich daran, dass in Deutschland der größere Teil der Jugendlichen mit Biontech geimpft wurde und die meisten Jugendlichen gar nicht die Wahl hatten, mit welchem Impfstoff sie sich impfen lassen. Außerdem schneidet Biontech im Blick auf die Nebenwirkungen laut FDA besser ab. Die mit Moderna Geimpften klagen häufiger über Muskel- und Gelenkschmerzen oder Fieber.

Viele Jugendliche lassen sich auch aufgrund fehlender Langzeitstudien nicht impfen. Sie haben Bedenken, dass auch noch nach mehreren Jahren Folgen auftreten könnten, ähnlich wie mit der sehr seltenen Nebenwirkung nach der Impfung gegen die Schweinegrippe 2009, die bei einigen als Spätfolge Narkolepsie ausgelöst haben soll

Auch wenn es bisher noch keine wirklichen Langzeitstudien für die Coronaimpfung gibt, machen unsere geimpften Interviewten deutlich, dass sie sich sicher mit ihrer Impfung fühlen und keine Bedenken wegen gesundheitlichen Folgen haben. Langzeitfolgen der Impfung wären auch sehr unwahrscheinlich, erklärt der Biochemie- Professor Klaus Cichutek, Chef des Paul-Ehrlich-Instituts. Denn Langzeitfolgen bei anderen Impfstoffen wurden bisher noch nicht festgestellt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sowohl Vorteile als auch Nachteile von der Covid-19 Impfung für Jugendliche gibt. Von ärztlicher Seite wird aber immer häufiger zu der Impfung geraten. Die Prozentzahl der geimpften Jugendlichen steigt weiter und immer mehr Jugendliche werden von der Impfung überzeugt.

Artikel von Thees, Marten, Nico

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