#Cut 4 Teil 2: Das ist (nicht) der Weg!

Warum der Begriff „Marvelisierung“?

Der Begriff könnte eigentlich auch Verdisneyung heißen. Abgesehen davon, dass der zweite Terminus ein fast unaussprechlicher Begriff wäre, gibt es noch einen anderen Grund: Bei allein drei Marvel-Filmen, die uns der Konzern in den vergangenen Jahren pro Jahr „bescherte“, bleibt nun einmal wenig Zeit für die sehr guten Marvel-Regisseure, um ihre brillanten Ideen szeneastische und bezogen auf das Storytelling Meisterwerke zu verwandeln. Stattdessen folgt ein weiterer Film, der nicht den Anspruch hegt, kreativ, interessant oder mutig zu sein? Nein. Es folgt oft ein Film, der möglichst viele Leute ins Kino oder auf die Couch bringen soll und so dafür sorgen soll, dass Dagobert Duck noch ein paar Milliarden mehr zum drin Schwimmen hat. Fortschritt bleibt in den letzten Jahren ebenso auf der Strecke. Wem noch nie aufgefallen ist, wie sehr sich heutige Kinofilme (von Disney) mit nur wenigen Ausnahmen ähneln, der wird die Filmbranche allgemein als eintönig bezeichnen und kennt wahrscheinlich nur die Disney-Ära

Gewinnmaximierung

Dort liegt der Schwerpunkt. Alle Filme im Disney-Universum haben so erfolgreich wie die Marvel-Filme zu sein! Wenn ein Franchise nicht so erfolgreich ist, wie erwartet, wird pausiert. Der Bauplan für jeden Marvel-Film ist schematisch gleich und trotzdem klingeln die Kinokassen. Also warum dann etwas ändern? Im Gegenteil. Der Humor und die Machart jedes anderen Films von Disney werden an das stereotype Marvel-Mainstream-Muster angepasst. Alles wird „marvelisiert“.

Doch das heißt nicht, dass alle Marvel-Filme schlecht wären und auch mich nicht ins Kino zögen (wenn es wieder geöffnet hat). Es bedeutet einfach nur, dass dies eben die Marvel-Filme besonders macht und auszeichnet. Doch wenn man in einen völlig anderen Film als einen Film aus dem Marvel-Universum geht, möchte der Kinobesucher eben auch ein völlig anderes Kinogefühl und nicht das Gefühl, dass man in einem Marvel-Film oder einem Abklatsch davon sitzt. Wenn Disney durch den Kauf von so mancher Produktionsfirma die gesamte momentan angeschlagene Branche rettet und erfolgreiche Filmfranchises wie X-Men und Avatar wiederbelebt, dann doch bitte in Hülle und Fülle der künstlerischen Freiheit der (originalen) Regisseure sowie der Eigenheiten der jeweiligen Filmserie. Immerhin verschaffte mir die Serie „The Mandalorian“ Hoffnung, da diese mit neuen Techniken und vor allem dem charakteristischen Star Wars-Feeling punkten konnte (was das angeht, bin ich sehr kritisch). Deshalb bleibt zum Ende der Marvelisierung nur noch zu sagen: Das ist (nicht?) der Weg. Cut!

Ein Kommentar von Magnus

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