Grüße aus dem Homeoffice – Tag 39 von Carina Kroß

Für uns begann alles ganz harmlos. „Ein Virus ist in China ausgebrochen, der kommt eh nicht ganz bis nach Scheeßel!“

Auch bei der Schulschließung waren wir alle noch ziemlich entspannt und freuten uns über die freien Tage. In den „Corona Ferien“ könnte man sich viel mit Freunden treffen, Spaß haben und das gute Wetter genießen, quasi wie Sommerferien, nur dass man ab und zu dann doch mal etwas für die Schule tut.
Doch dann kamen die Kontaktbeschränkungen und die Schließungen vieler Geschäfte dazu. Was fangen wir nun mit der ganzen Freizeit an, von der wir nach Erledigung der Schulaufgaben momentan viel zu viel haben?
Nur im Bett zu liegen, TikToks zu schauen oder jeden Tag einen Serienmarathon zu starten, wird schnell langweilig. Hinzu kommt, dass egal, wo wir hingehen oder ob wir nur den Fernseher oder das Radio anmachen, immer sofort mit dem Virus konfrontiert werden. Auch durch die weitgehenden Kontaktbeschränkungen, Absagen für Festivals, Konzerte und andere große Veranstaltungen bis Ende August wurde uns immer klarer, wie gefährlich dieses Virus für uns ist.

Doch viel wichtiger: Wie wird sich der Schulalltag verändert haben, wenn wir alle wieder in die Schule zurückkehren? Können wir dort überhaupt so lernen, wie wir es gewohnt sind? Und wie sieht der Alltag in der Schule mit zwei Metern Abstand aus und lässt sich dieser überhaupt einhalten? Fest steht, dass die Klassen geteilt werden, weshalb wir weiterhin einige unserer Freunde bis auf unbestimmte Zeit nicht wiedersehen werden. Ich denke, es wird für jeden von uns seltsam sein, von unseren engsten Freunden Sicherheitsabstand halten zu müssen. Ganz alltägliche Dinge, wie zusammen um den Schulhof zu gehen, in den Pausen die Cafeteria zu besuchen oder Gruppenarbeiten werden in der uns bekannten Form nicht stattfinden können.

Doch auch, wenn wir uns beschweren, dass man dieses Jahr nicht auf dem Hurricane feiern und den geplanten Urlaub nicht antreten kann oder einige seiner Freunde erstmal nicht wiedersieht, sollten wir froh sein, dass derartige Maßnahmen ergriffen werden, um uns so gut wie möglich zu schützen. Denn die Gesundheit ist wichtiger als jede Party, jeder Urlaub und jede andere Veranstaltung, die durch Corona abgesagt wurde.

Veröffentlicht von Drea Voe

Lehrerin an der Eichenschule in Scheeßel

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