Adventskalender Türchen 6

Teil 1 – Teaser

Auch ein Steven aber nicht der King, ES— eine fiktive Geschichte aus dem Hirn des Krauses

Es begann an einem schönen Sommertag, wo die ersten Zeichen der Kreatur auftraten. Am Anfang sah man noch nichts, sondern hörte nur dieses gurgelnde Geräusch. Man saß im Klassenraum und es lief einem ein Schauer über den Rücken. 

Max kam am Morgen gar nicht aus dem Bett raus. Er wurde von seinen Eltern bereits zweimal gerufen, konnte sich aber nicht aus dem Bett lösen. Diese Nacht hatte er nicht mehr als zwei Stunden geschlafen.

Sein Vater, Sebastian, kam rot vor Wut in sein Zimmer gestürmt und wollte schon zur Predigt ansetzten. Er öffnete seinen Mund, aber es kam nichts raus, in den Augen seines zwölfjährigen Sohns stand die nackte Angst und er hatte etwa die Gesichtsfarbe von seinem klarweißen unbefleckten Bettlaken.

von Steven Krause

Adventskalender Türchen 5

Döner mit Alles?! (Teil 3)

Teil 2 war in Türchen 4

Aber auch hier musste er bestimmt seine Kunden fragen, was denn ein kompetenter Service sei.

Der Kunde meinte das nicht und ging wieder.

Mir gegenüber auch sehr sympathisch ist Angestellter drei, der sich an einem Tag aus einer unglaublichen lauten Maschine hunderte von schwarzen Tees macht, sie kalt werden lässt und sie dann mit lautem ,,a“ und ,,o“ genießt.

Für das letze bisschen heimisches Feeling sorgt Angestellter vier, der am eigenen Spielautomaten spielt und wenn er verliert, den Schlüssel für den Automaten holt, ihn aufschließt, sich sein Geld nimmt und von vorne anfängt.

Und falls Sie jetzt noch nicht überzeugt sind, ob sie das Dönerhaus meiden oder als Laden wahrnehmen wollen, bedenken Sie den letzen Aspekt. Ihr Ausflug endet entweder mit Durchfall und einwöchigem Dönermief aus Mund und Kleidung oder mit einem guten Sättigungsgefühl im Magen. Das einzige was jeden Dönerladen verbindet, ist die Verwandschaft.

Mit Freundlichen Grüßen Cousin Ali

sowie

das Gesundheitsamt

von Steven Krause

Adventskalender Türchen 4

Döner mit Alles?! (Teil 2)

(Teil 1 in Türchen 3)

Somit erkennt man die niveauvolle Konversation auf Professorenlevel. Um dies nochmal zu unterstreichen, brüllt Angestellter drei fröhlich „Welsche Sose“? Und dann die Nachfrage: „Döner mit Alles?“. Um den Dönermann nicht vollständig zu überfordern, wiederholt man seine Bestellung: „z.B. einen Dürüm Döner ohne Zwiebeln mit Cocktailsauce“. Daraufhin brüllt der Bestellungssyrer: „Öy Achmett Dönähr mid Alläs“. Um das Essambiente noch zu steigern, gibt es von dem meist komplett runtergekommenen Dönerladen eine Internetseite, die mit selbstgeschriebenen Kommentaren glänzt.

Beispiel 1 ist höchstwahrscheinlich von Angestelltem eins: sehr kinderfreundlich.

Ausführung hiervon ist ein alter klappriger Kinderstuhl, der nur als Aschenbecher dient.

Beispiel 2 Wahrscheinlich von Angestelltem drei: hervorragendes Ambiente, leckeres vegetarisches Essen und kompetenter Service.

Adventskalender Türchen 3

Döner mit Alles?!

Man verabredet sich, geht alleine hin oder überfällt ihn mit einer Riesengruppe. Je nachdem, was man bestellt, bekommt man es mit viel Glück nicht versifft, aber auf jeden Fall verspätet. Angestellter Nummer eins nimmt die Bestellung auf mit den Worten: „Döner mit Alles?“. Hier erkennt man das grammatikalisch hoch geschulte Personal und dass der deutsche Kasus allgemein in der Bedeutungslosigkeit verschwindet… Nominativ, Dativ, Akkusativ … unerheblich, Hauptsache ist, die Botschaft wird verstanden.

Man setzt sich auf Stühle oder Bänke, auf denen man sich dick vorkommt, da sie mindestens 20 Zentimeter nachgeben, weil der Vorsitzer der Stammkunde war, für den sie im Stammdöner extra die Türen breiter gemacht haben. Man trinkt eine Getränkedose für überteuerte 1,50 Euro (auf die es aus Sparsamkeitsgründen keinen Pfand gibt) nach der anderen, bis nach circa einer halben Stunde der ironische Satz: „schon fechtik!“ kommt. Bevor das „schon fechtik“ kommt, brüllt Angestellter zwei die Worte: „Kalb oder Hähnschen?“…

Fortsetzung folgt morgen!

von Steven Krause