Wöchentliche Kolumne: „Serienfreak“

Seit kurzer Zeit habe ich nun Netflix und Amazon Prime, sodass ich Zugriff auf verschiedenste Serien habe. Seitdem schaue ich alle möglichen Serien: Glee, Grimm, Supernatural, Teen Wolf und so weiter. Meine Eltern meinen die ganze Zeit, ich verbringe zu viel Zeit mit fernsehen, was mich tierisch nervt. Wie viele Serienfreaks denke ich, dass man durch Serien seinen Horizont erweitert und viele Sachen lernt.

Aber was bringt es dich im Leben weiter, wenn du weißt, dass du Geister durch Salz von dir abhalten kannst?

Mhm, und was bringt es mich weiter, wenn ich die indirekte Rede anwenden kann, die sowieso kaum verwendet wird?

Ganz ehrlich, jeder hat andere Interessen und wir lassen uns ja nicht nur berieseln, wie Eltern es gerne ausdrücken, sondern fiebern mit, lassen unseren Emotionen freien Lauf, strengen unseren Kopf an, um herauszufinden, wer nun dieser doofe Werwolf ist, der alle terrorisiert. Es ist beinahe so wie Rätsel lösen.

Es ist z. B. eine gute Abwechslung zum meist langweiligen und monotonen Alltag. Durch Serien kann man an einem Tag in eine Welt voller Monster und am nächsten in einer Welt voller High School Kids sein, mit denen man sich identifizieren kann. Man wächst charakterlich, wenn die Charaktere eine festigende Erfahrung machen, man trauert und freut sich mit den Figuren. Man stärkt seine Empathie.

Man wächst und lernt mit den Charakteren, z. B. sorgen ja immer mehr LGBT Filme und Serien dafür, dass immer mehr Menschen zu ihrer Orientierung stehen, was echt toll ist.

Und so sind Serien nicht einfach Serien, sondern viel mehr. Es sind Welten, in die man fliehen kann, egal wer oder was man ist. Die Fandoms werden wie ein neuer Bekanntschaftskreis und man findet neue Freunde.

Das alles ist meine Meinung und schlussendlich kann ich nur sagen:

Carry on my Wayward Son,

denn ich stehe dazu ein Serienfreak zu sein.

Die Frauen WM

Die meisten durchschnittlich Fußballinteressierten fallen nach Bundesliga, Champions-League und Europa-League in ein Loch, welches sich Sommerpause nennt. Man sieht sich nach einer Lösung um und entdeckt die Frauen WM. 

Die erste Frauen Weltmeisterschaft fand 1991 in China statt. Bis heute wurden insgesamt sieben Frauen Weltmeisterschaften ausgetragen. Im Vierjahresrhytmus, immer ein Jahr nach der Männer WM, findet sie statt und wird seitdem immer populärer. In diesem Jahr wird die höchste Prämie jemals an die Spielerinnen ausgezahlt. 75.000 Euro werden ausgezahlt, das ist zwar viel Geld, aber trotzdem verdienen die Männer 275.000€ mehr als die Frauen bei einem Gewinn. Verdeutlicht wird der Gehaltsunterschied bei der EM der beiden Geschlechter. Die deutsche Frauenmannschaft ist Rekordsieger und mit bedeutendem Abstand in der ewigen Tabelle erster. 2017 wurden 37.500€ pro Spielerin ausgezahlt, bei den Männern 2016 waren es 300.000€. Jetzt müsste man denken, dass es völlig unfair und ungerecht ist, dass sich solche Gehaltsunterschiede bilden. Doch wie viel ausgezahlt wird, hängt alleine von den Zuschauern ab. Im Durchschnitt kamen bei der Frauen EM nur 8.676 Zuschauer in die Stadien, bei der WM waren es immerhin 26.029. Vergleicht man das mit den Zuschauerzahlen bei den jeweils männlichen Austragungen, kommen einem die Gehälter auch nicht mehr ungerecht vor, denn die Zuschauer geben das Geld. Etwa 3,572 Milliarden sahen sich das WM Männer Finale auf den Bildschirmen an. In den Stadien war der Schnitt etwa 47.000, jeder wusste, dass die WM statt fand, und das ist bei den Frauen eben nicht so. Die Zuschauerzahlen sind auf Zweit- oder Drittliga-Niveau der deutschen Liga, also falls sie für Gleichberechtigung sind, sehen sie sich die Frauen Fußballspiele an. 

Politik: Für 96 Stunden Abgeordneter des Deutschen Bundestages

…diese Erfahrung durfte ich im Rahmen von ,,Jugend und Parlament“ durch den Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann (CDU) machen.

Bei dem Planspiel geht es darum, den Arbeitsalltag von Politkern hautnah zu erleben. Hierzu ist es jedem zweiten der 709 echten Abgeordneten erlaubt, einen Jugendlichen im Alter von 17-20 Jahren zu nominieren. Der Kandidat muss sich zuvor allerdings beim Büro eines Abgeordneten beworben haben.

Für die Simulation erhält jeder Teilnehmer eine neue Identität und ihm wird eine Parteizugehörigkeit nach dem Zufallsprinzip zugewiesen. So gibt es die in der Opposition vertretene Bewahrungspartei (BP) als größte Fraktion, die Gerechtigkeitspartei (GP) und die Partei für Engagement und Verantwortung (PEV) bilden die Regierungskoalition.

Um verschiedene fiktive Gesetzesentwürfe aus den unterschiedlichen Resorts einzubringen und zu verabschieden, bedarf es der gründlichen Debatte in Landesgruppen, Arbeitskreisen und Ausschüssen. Dort findet der Großteil politischer Arbeit statt. Die anschließende Plenardebatte dient hauptsächlich der Präsentation von neuen Gesetzesentwürfen in der Öffentlichkeit und dem sachlichen Auseinandersetzen mit anderen Meinungen. Wie ich als Oppositionspolitiker lernen durfte, ist es gar nicht so einfach den Regierungsparteien in zähen Ausschusssitzungen einen bestimmten Paragraphen des zu diskutierenden Artikels abzuringen. Jeder möchte seine Interessen durchsetzen und dies gelingt in einer Demokratie nun mal nur mit entsprechenden Mehrheiten. Um so glücklicher machte es unsere Fraktion, als sich der Auswärtige Ausschuss nach langen Sitzungen mehrheitlich für einen Gesetzesentwurf entschied, den wir in dieser Form erreichen wollten. Konkret ging es um die Erweiterung eines Bundeswehrmandats zur EU geführten Operation ,,EUMISA“ in dem Land Sahelien. Diese fiktive Situation ähnelt dem echten Einsatz der Bundeswehr in Mali. Auch die anderen Gesetzesentwürfe waren realitätsnah. Dazu zählte zum Beispiel ein Gesetz, welches Hersteller verpflichtet, Pfand auf Einwegbecher zu erheben. In diesem Themenbereich beschäftigte sich federführend der Umweltausschuss, sowie der Verbraucherschutz- und Wirtschaftsausschuss, der für meine Fraktion, unter anderem von mir, vertreten wurde. Anders als im eben erwähnten Auswärtigen Ausschuss, gelang es uns als Opposition hier nicht, einen Kompromiss zu erzielen. Die Koalition verschärfte ihr Vorhaben sogar noch mit einer zusätzlichen Gebühr in Höhe von 30ct. pro Einwegbecher.

Weitere Gesetzesentwürfe stellten die ,,Chancengleiche Bewerbung“ bei BewerberInnen des Bundes und die Senkung des Mindestalters bei Bundestagswahlen auf 16 Jahre dar. Hierzu wäre aber eine 2/3 Mehrheit erforderlich gewesen, da es sich um eine Änderung des Grundgesetzes handelte.

Als ich, wie die meisten anderen von uns, täglich gegen 1 Uhr nachts stark ermüdet ins Bett fiel und mein Handy mir sagte, dass ich innerhalb eines Tages gute 17 Kilometer an Wegstrecke in den Gängen des Bundestages auf dem Weg von Sitzung zu Sitzung zurückgelegt hatte, wurde mir erst bewusst, was die Abgeordneten für ein Arbeitspensum leisten.

Während der ganzen Arbeit gerieten die wirklichen Geschehnisse in Deutschland tatsächlich ein wenig in den Hintergrund. So befand sich die zwischendurch kursierende Nachricht, dass Andrea Nahles von all ihren Ämtern zurückgetreten war, nahezu in weiter Ferne, obwohl wir uns geographisch doch direkt im Mittelpunkt des politischen Berlins befanden.

Abschließend kann ich sagen, dass ich mich sehr glücklich schätze, an solch einer Veranstaltung teilgenommen zu haben, um die Arbeit eines Politikers nicht nur nachzuvollziehen, sondern auch zu lernen. Ich empfehle jedem Jugendlichen im entsprechenden Alter, sich für das nächste Mal ebenfalls zu bewerben. Neben Politik entstehen hier nämlich auch Kontakte zu Gleichaltrigen in ganz Deutschland.

Ein Erfahrungsbericht von Bennett Meyer

Neues aus dem kleinen Büro – Heimliche Helden Teil 3 – Frau Gräfe

Frau Gräfe arbeitet zwar in einem kleinen Büro neben dem Sekretariat, erfüllt aber wesentlich mehr Aufgaben, als die meisten Schüler denken. Ihr Hauptaufgabenbereich ist die Schulgenossenschaft, die Schüler bewertet sie positiv.

Interview:

Wie lange arbeiten Sie schon an dieser Schule?

15 Jahre.

Was sind Ihre Hauptaufgaben an dieser Schule?

Schulgenossenschaft, Verwaltung und Personal. Vorbereitungen für Herrn Anders, Freundeskreis, Spinde, Tablets und Unfälle.

Mit welchen anderen Personen arbeiten Sie zusammen?

Mit Herrn Anders und der Verwaltung.

Sind Sie mit ihrer Aufgabe an der Eichenschule zufrieden?

Ja, sehr, alles gut.

Wieso arbeiten Sie in einem solch kleinen Büro?

Das hat sich so ergeben, ich war früher im Sekretariat und als Frau Grabs kam und mehr mit Frau Dreyer zusammengearbeitet hat, bin ich dann hier rüber gegangen.

Gibt es etwas, was Sie den Schülern schon immer mal sagen wollten?

Ja, dass ich es im Großen und Ganzen in Ordnung finde. Manchmal gute und schlechte Tage, aber alles in allem super.

O-Töne:

,,Sie hat das Genossenschaftsbüro‘‘- Frau Koch

,,Kenne ich nicht‘‘ – Schüler T aus Jahrgang 8

,,Dass ich ihr Guten Morgen sage‘‘ – Herr Bendukat

,,Ihr Hund‘‘ – Herr Haß

,,Sekretariat‘‘ – Herr Intelmann

,,Kompetent‘‘ – Frau Moll