Weg von der Perfektion

Das Verb „perfekt“ drückt, zunächst einmal nur aus, etwas zu bauen oder zustande zu bringen oder zu vollenden. Heute dagegen nutzen wir ausschließlich das eingewanderte Adjektiv, um damit etwas aus unserer Sicht Vollkommenes zu beschreiben, etwas Vollendetes, besonders bezogen auf Äußerlichkeiten wie den eigenen Körper oder das richtige Outfit. Die Denkweise perfekt sein zu müssen führt zu einem relativ neuen Phänomen, dem Body Shaming.

Body Shaming ist eine Form der Diskriminierung, des Mobbing, der Beleidigung und Demütigung. Body Shaming bedeutet nicht nur, anderen Leuten auf Grund ihres Aussehens das Leben schwer zu machen. Oft sind wir selbst es, die sich das eigene Leben erschweren. Wir wollen dem typischen Schönheitsideal entsprechen, wir fangen an, am eigenem Körper Dellen, Flecken oder Makel zu finden. Dies führt dazu, dass wir unseren eigenen wunderschönen Körper zerstören. Viele, besonders junge Menschen, bekommen Body Shaming von ihren Mitmenschen zu spüren.

Body Shaming findet häufig auf Social-Media Plattformen statt. Betroffen sind meist Personen, die nicht dem typischen Schönheitsideal entsprechen. Es reicht ein negativer Kommentar zum Körper um Selbstzweifel auftreten zulassen.

Doch was ist eigentlich das „typische Schönheitsideal“? Die eigene Meinung bzw. die Selbstzweifel werden häufig durch Medien und Werbung beeinflusst. Idole, wie zum Beispiel Promis, können das Selbstbild besonders von uns Jugendlichen stark beeinflussen, da wir ihnen nach eifern wollen. Doch mittlerweile ist vieles mit dem Handy möglich, eben schnell den Pickel kaschieren oder die gewünschte Figur bearbeiten. Das die Bilder stark bearbeitet sind und nicht mehr der Realität entsprechen fällt noch nicht mal auf. Auf der anderen Seite sollte man nicht vergessen, dass diese Personen denen wir nacheifern wollen auch „nur“ Menschen sind, die so etwas wie Body Shaming möglicherweise sogar selbst erlebt haben und das nicht nur durch einen negativen Kommentar, sondern möglicherweise durch 1000 negative Kommentare und vor vielen anderen Augen. Lady Gaga erlebte am eigenem Körper nach ihrem Super-Bowl-Auftritt Diskriminierung aufgrund ihres Äußeren. Die Worte, die sie entgegnete, waren: „ I heard my body is a topic of conversation so I wanted to say, I’m proud of my body and you should be proud of yours too. No matter who you are or what you do. I could give you a million reasons why you don’t need to cater to anyone or anything to succeed. Be you, and be relentlessly you.“ Der Druck, perfekt auszusehen, ist ein Leiden aller. Wir werden ständig daran erinnert, wie „unperfekt“ wir sind. Doch es liegt an uns, ob wir letzten Endes etwas an uns ändern wollen oder uns so akzeptieren, wie wir sind. Und es wäre doch langweilig, wenn wir alle den Idealen der Werbeindustrie und bestimmter Social Media-Plattformen entsprechen, anstatt einfach wir selbst zu sein, oder? Wir kommen alle mit verschiedenen Maßen und Formen auf die Welt und ich denke, dass genau DAS, nämlich unsere Individualität gefeiert werden sollte und nicht verurteilt.

Cut #7 Teil 2: Gewinn oder stirb!

!!Spoiler Gefahr!!

Es ist einige Zeit vergangen in Westeros, als nun schließlich das „Game of Thrones“ ins Rollen gelangt. Lannisters, Starks, Targeryons, Baratheons… wer wird am Ende den Iron Throne erringen?

Die Karten werden auf den Tisch gelegt, als der König Robert Baratheon schwer verletzt von einer Jagd zurückkommt und, bevor er seinen Verletzungen erliegt, seinem Vertrauten Ned Stark befiehlt, einen Brief zu verfassen, der Stark zum König von Westeros erklären würde, bis König Roberts Sohn Geoffrey 18 Jahre alt ist.

Geoffrey (Jack Gleeson) ist mittlerweile zum unbeliebtesten Charakter aufgestiegen, dicht gefolgt von Viserys Targaryen, Daenerys´ Bruder. Ersterer war unter anderem dafür verantwortlich, dass sich Arya Stark (Maisie Williams) und ihre Schwester Sansa (Sophie Turner) von ihren Schattenwölfen trennen mussten. Die Wölfe der Stark-Kinder stehen als eine Art Symbol und spielen in der Serie eine nebenseitige, aber durchaus interessante Rolle, da sie als Wappentier die Starks repräsentieren – alle, bis auf der Wolf von Sansa, denn dieser wurde auf Geoffreys Anweisung ermordet.

Letzterer, Viserys Tragaryen, wurde von Khal Drogo (Jason Momoa), der mittlerweile mit Daenerys (Emilia Clarke) verheiratet ist, ermordet, da dieser seiner schwangeren Schwester und ihrem ungeborenen Kind gedroht hatte. Während Daenerys und Khal Drogo umherziehen, krallt sich Cersei Lannister (Lena Headey), mitsamt ihrem Sohn Geoffrey den Thron. Für sie ist Geoffrey der König, niemand sonst, und Sansa Stark soll seine Königin werde. Deshalb muss sie Ned Stark loswerden und spricht gegenüber den Starks eine verräterische Einladung aus.

Was folgt, ist ein Auslöser, der wunderbar gewählt wurde. Ned Stark wird in den Kerker geworfen und kurz darauf zum Tode verurteilt, von seinem zukünftigen Schwiegersohn Geoffrey. Entgegen der flehenden Sansas, ihren Vater freizusprechen und dem Rat seiner Mutter, Ned Stark zur Nachtwache zu schicken, lässt ihn Geoffrey vor den Augen der Töchter Sansa und Arya, der zuvor die Flucht vor den Lannister-Truppen gelungen war, töten. Untypisch für Game of Thrones wird Ned Starks Tod nur indirekt dargestellt, zu sehen bekommen wir ihn nicht, allerdings hört man ein schneidenes Schwert.

Hat man erwartet, dass sich Ned Stark bis zum Ende hält, so lag man falsch und es werden noch viele Überraschungen folgen. Mit dem Tod von Ned Stark, kratzt „Game of Thrones“ gerade einmal an der Spitze des Eisbergs. Daraufhin rüstet Starks ältester Sohn Rob (Richard Madden) sein Heer aus dem Norden und inne auf Rache. Der Krieg zwischen den Lannisters und den Starks hat begonnen. Doch während sich in Westeros etwas geändert hat, liegt Khal Drogo jenseits des Meeres im Sterben, der Grund eine Verletzung aus einem Kampf. Um ihren geliebten Khal vor dem Tode zu bewahren, tut sich Daenerys mit einer Hexe zusammen, die einen verbotenen Zauber anwendet. Geholfen hat dies jedoch nichts, es kostet allerdings das Ungeborene das Leben, da man bei dem Zauber „ein Leben für ein Leben“ gibt. Mit dem Ende der 1. Staffel haben sich die Autoren nicht lumpen lassen, so wird Rob Stark zum König erklärt und die Drachen, die Daenerys am Anfang der Staffel erhielt, schlüpfen.

Auch die 2. Staffel bringt neue Anwärter auf den Eisernen Thron mit sich: die verfeindeten Brüder Stanis und Renly Baratheon. Renly wird nach kurzem Auftritt von einem dunklen Zauber ermordet, welcher von einer Hexe in den Reihen von Stanis erschaffen worden war. Rob Stark hingegen verzeichnet Erfolge gegen die Lannisters.

In der 2. Staffel wird deutlich repräsentiert wie man die Lage zuspitzen kann, ohne dass man ein schnelles Ende herbei ahnt. Es werden dem Zuschauer nun nach und nach die Gefolgsleute der einzelnen Hauptcharaktere präsentiert. Es öffnen sich sogar zwei komplett neue Handlungsstränge um Arya Stark, die nach der Hinrichtung ihres Vaters fliehen kann und sich nun alleine durchschlägt, während ihre Schwester immer noch die Frau von Geoffrey werden soll. Jon Schnee macht die Bekanntschaft mit Wildlingen jenseits der Mauer und es passiert vieles, vieles mehr. Dies zeugt von der enormen Geschichte, die hinter „Game of Thrones“ steht. Sie ist einfach zu umfassend, um sie kurz zusammenzufassen. Jedoch macht genau diese Komplexität die Serie einzigartig. In „Game of Thrones“ geschehen Ding, die niemand erwartet hätte. Eine Serie, die niemanden verschont, egal ob Hauptrolle oder nicht. Eine Serie die einen entscheidenen Moment nach dem nächsten liefert. Und über diese überraschenden Momente, werdet ihr etwas in Teil 3 erfahren.

Germany´s Next Topmodel Finale-Warum weint denn niemand?

Germany´s Next Topmodel Alex geplante Drittplatzierte?

Ein Posting auf Instagram warf am Donnerstagabend, 27.Mai 2021, viele Fragen bei den GNTM-Fans auf. Model-Mama Heidi verkündete das überraschende Aus von Designer-Liebling Soulin und ließ Curvy-Kandidatin Dascha und Transgender-Kanditatinin Alex in die finale Entscheidung einziehen. Doch zuvor teilte ProSieben auf Instagram einen verwirrenden Beitrag: Auf dem Bild zu sehen war Alex, mit dem großen Schriftzug „Platz 3“. Für Alex hätte es nicht gereicht und ihre Reise bei „Germany’s Next Topmodel“ sei vorbei, das schrieb der Sender zu diesem Bild. Nach wenigen Minuten wurde dieser Beitrag jedoch wieder gelöscht. Eine Frage stellt sich Fans aber schon lange. Trifft Heidi Klum die Entscheidung live im Finale oder steht die Siegerin bereits vor dem Finale fest? Nach diesem Missgeschick ließe sich diese Frage jedoch immer noch nicht beantworten.

19.30 Uhr: Laut der ,,Bild“ habe das große GNTM-Finale auf der Kippe gestanden. Der Grund: Mehrere Teilnehmerinnen von Heidi Klums Top 15 sollen sich heimlich getroffen haben – darunter angeblich auch eine Finalistin. Dabei sei eine Corona-positiv getestet worden sein.

20.15 Uhr: Das Finale geht los! Heidi eröffnet das Finale der Sendung.

20.20 Uhr: Die Finalistinnen Soulin, Romina, Dascha und Alex eröffnen die lang ersehnte kommende Entscheidung. Begleitet von Tänzern legen sie nach einem Gang über den Catwalk eine Tanzperformance ein.

20.25 Uhr: Auf einer Schaukel schwebend und von der Studiodecke hängend begrüßt Heidi ihre Mädels und die Zuschauer. Anschließend kommt die erste Musikeinlage- nicht anders zu erwarten – von Heidi Klums Ehemann Tom Kaulitz und seiner Band „Tokio Hotel“ kommt.

20.35 Uhr: Die vier Finalistinnen reihen sich vor Heidi Klum auf, während diese immer noch auf der Schaukel thront. Es folgt ein, für Dascha, Alex, Romina und Soulin emotionaler, Rückblick ihrer ganzen Zeit bei Germany´s Next Topmodel und ihren schönsten Momenten dort. „Das war so eine wunderschöne Zeit“, schwärmt die 21-jährige Romina.

20.50 Uhr: Leider ist kein Live-Publikum beim GNTM-Finale aufgrund der Pandemie gestattet. Deswegen sind die Liebsten der Kandidaten Live zugeschaltet und somit trotzdem präsent. Familie, Freunde und Bekannte sind digital zugeschaltet. Heidi Klum begrüßt ein paar von ihnen, so auch Rominas Freund, Stefano Zarrella. Der ist der kleine Bruder von Sänger Giovanni Zarrella. Heidi stellt diesem Fragen, ebenso was er von Rominas GNTM-Teilnahme halten würde. „Es macht schon stolz, meine Frau, Freundin …“, fängt er an. Heidi unterbricht: „Haben wir da was verpasst?“ Stefano Zarella lenkt zurück: „Nee, nee…“ Für Finalistin Alex ist Influencerin Farina Opoku zugeschaltet: „Ich bin so stolz auf meine beste Freundin.“

21.10 Uhr: In Kostümen, die eine Superkraft jedes Nachwuchsmodels dort zeigen, präsentieren sie sich auf dem Laufsteg. An dessen Ende wartet Heidi Klum auf sie – nun nicht mehr auf der Schaukel sitzend. Den Anfang macht Romina in einem feurigen Outfit. Die Jurorin lobt sie für ihre Professionalität. Dann ist Dascha an der Reihe. „Deine Mama hat mir verraten, dass sie schon seit deiner Geburt wusste, dass du ein Topmodel bist“, wird sie von Heidi Klum empfangen. Alex wird für ihre ruhige Ausstrahlung gelobt, Soulin für ihre Professionalität.

21:15 Uhr: Die erste Entscheidung des Abends steht an: Soulin darf als erste weiter in die nächste Runde. „Die nächste, die weiterkämpfen darf, ist Alex“, verkündet Heidi Klum. Auch Dascha ist weiter. Nur für Romina hat es nicht gereicht. „Nur eine kann Germany’s next Topmodel werden“, begründet die Jurorin ihre Entscheidung.

Die 21-jährige Romina hat sich so schwer am Knie verletzt, dass sie womöglich bald operiert werden muss. Laut Bild-Zeitung hat sie sich durch das Laufen in High Heels Zerrungen im Knie zugezogen. Das angehende Model landete im Finale auf dem undankbaren vierten Platz.

Im Jahr 2015 hatte sich Romina beim Skifahren am Kreuzband und den Meniskus verletzt. Damals wurde sie am Knie operiert. Eine weitere eigentlich ausstehende OP konnte sie durch intensives Training und Muskelaufbau umgehen. Im GNTM-Finale sei sie aber über ihre Schmerzgrenze hinausgegangen. Sie sagt, „Ich bereue es ein wenig, dass ich nicht auf meinen Körper gehört habe und trotz Schmerzen alles durchgezogen habe die letzte Woche.“ Nun könne sie kaum noch laufen.

Umso schwieriger ist nun die nächste Entscheidung für Heidi Klum. „Nur zwei haben weiterhin die Chance, Germany’s Next Topmodel zu werden“, meint die Jurorin. Dascha ist eine von ihnen – auch für Alex geht es weiter. Soulin, die während der Staffel die meisten Jobs abräumte, muss gehen.

21.40 Uhr: Nach einer Werbepause und Rominas Rauswurf geht es knifflig weiter. Dascha, Soulin und Alex müssen einen rutschigen Laufsteg meistern, aufgrund künstlichen Regens. Das machen alle drei mit Bravour.

21.55 Uhr: Begleitet von musikalischer Untermalung des Hamburger Stars Zoe Wees absolvieren die verbliebenen Kandidatinnen Dascha und Alex den Flower Walk.

22.05 Uhr: „Der schwierigste Videodreh, den ich je gemacht habe“, kündigt Bill Kaulitz, „Tokio Hotel“-Frontmann, die nächste Challenge an. Und damit hat er bestimmt nicht ganz unrecht: Die Kandidatinnen müssen in der Show das neue Musikvideo der Band aufnehmen. Und dabei haben sie nur eine Chance – und knapp drei Minuten Zeit. „Normalerweise dauert der Drehtag bis zu 12 Stunden“, klärt der Video-Regisseur auf.

22.15 Uhr: Die Zwillinge Tom und Bill Kaulitz leisten Heidi Klum auf der Showbühne Gesellschaft. Tom Kaulitz darf sich dabei über die Aufmerksamkeit seiner Ehefrau Heidi Klum erfreuen.

22.35 Uhr: Dascha und Alex schweben in eleganten Roben ein letztes Mal vor der großen Entscheidung über den Catwalk. An dessen Ende sitzt Heidi Klum auf einer überdimensionalen, türkisen Couch. „Ihr seid meine letzten beiden“, begrüßt die Jurorin die zwei Nachwuchsmodels. 

23.45 Uhr: Heidi Klum verkündet ganz ohne ihre berühmt-berüchtigte Spannungspause: Kandidatin Alex ist „Germany’s Next Topmodel“ 2021. Damit ist die 23-jährige Kölnerin das erste Transgender-Model, das die Show gewinnen konnte.

Alex gewinnt und steht seltsam still im Konfettiregen. Echte Emotionen seien für sie etwas sehr Privates, hat die Kandidatin ihren Konkurrentinnen mal erklärt. „Das ist dein Titel!“, schreit Heidi Klum mit ihrer hohen Stimme, als könnte sie nicht fassen, dass diesmal tatsächlich niemand weint. Noch bevor Klum die Siegerin verkündet, ruft sie die Zuschauerinnen auf, sich für die nächste Staffel zu bewerben.

Heidi Klums Models begeistern besonders das junge Publikum: Mit einem Staffelschnitt von 39,0 Prozent feiert ProSieben in dieser Zielgruppe die erfolgreichste Staffel aller Zeiten. Hervorragende 35,4 Prozent der 14- bis 29-jährigen ZuschauerInnen verfolgen am Donnerstagabend gespannt, wie Heidi Klum ihre Finalistinnen kürt. Und auch bei den 14- bis 49-Jährigen ist GNTM weiter stark und dominiert den Donnerstag klar mit 18,9 Prozent Marktanteil.

Ist die Live-Panne somit geplant gewesen, dass Alex als Drittplatzierte auf der offiziellen Instagram Seite der Sendung beglückwünscht wird? Dies hat aufjedenfall für Furore gesorgt. Motive für den Sender, wie beispielsweise mehr Einschaltquoten, Gesprächsthemen oder skandalöse Schlagzeilen, gibt es. Ob es jedoch geplant war, lässt sich nicht lediglich erahnen

Zusammenfassend ist Alex als erste Transgender-Gewinnerin bestimmend für hohe Einschaltquoten dieser Staffel, ob der Sender noch mehr Aufsehen mit der verwirrenden Falschmeldung auf Instagram erregen möchte, lässt sich nur vermuten.

Ist Fastfood neuerdings gesund?

Immer mehr Menschen legen Wert auf eine ausgewogene und qualitativ hochwertige Ernährung. Zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen hatte der Durchschnittsdeutsche mehr Geld für Obst und Gemüse als für Fleisch ausgegeben. Zudem steigt der Absatz an Bio-Produkten stetig. Man könnte sagen, wir befinden uns in einem kleinen Wandel der Ernährungskultur: weg von Fleisch und hin zu bewussterer Ernährung. Auch die Fastfoodgiganten haben von diesem Trend mitbekommen und waren in der Zwischenzeit nicht untätig. Sie begannen, ihre Logos einem Facelift mit grünen Farbtönen zu unterziehen und den Kunden die Möglichkeit zu eröffnen, sich für „hochwertigere“ Produkte zu entscheiden. Doch ist diese Veränderung angemessen oder wird den Kunden hier etwas vorgespielt?

Positiv anzumerken ist, dass viele Produkte aus Kinderboxen bei den beiden größten Fast Food-Anbietern in Deutschland mittlerweile überarbeitet wurden. So gibt es nunmehr eine umfangreichere Auswahl an gesunden Produkten, die teils Bio-Standards unterliegen und kalorienreduziert sind. Auch die reguläre Speisekarte wurde in den letzten Jahren enorm überarbeitet. So wird mittlerweile zwischen „Classics“ und „Premium Editions“ unterschieden. Diese machen in ihrer kompletten Aufmachung, sei es die Werbung, der Karton oder die Menügestaltung einen soliden Eindruck und geben den Kunden das Gefühl von hoher Qualität. Vor allem jedoch der Preis unterscheidet sich von dem eigentlichen Fast Food-Restaurant-Image, da man hier für ein „Sparmenü“, bestehend aus einem Burger, einer Portion Pommes und einem Getränk 9€–13€ zahlt. Sollte man zudem noch „Extrawünsche“ haben, die durch die Einführung der Bestellterminals kinderleicht anzufordern sind, ist dem Preis nach oben eigentlich keine Grenze gesetzt. Allein schöne Bilder mit schwarzen Hintergründen und gesättigten Farben, Boxen aus dickerer Pappe und perfekt ausgewählte Namen geben dem Produkt letztendlich keine höhere Qualität. Das Fleisch wird immer noch auf konventionelle und damit kontroverse Art produziert und die Brötchen mit unaussprechlichen Zusatzstoffen versehen, welche Farbe, Haltbarkeit und Konsistenz garantieren. Ganz nebenbei haben sich die Nährwerte und Kalorienumsätze bei derartigen „Premium Collections“ nicht ins Positive verändert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Fast Food-Ketten in den letzten Jahren zwar viele Veränderungen veranlasst haben, welche eine höhere Qualität und eine Auswahl gesünderer Lebensmittel beinhalten, sie insgesamt jedoch den Kunden mit psychischen Tricks dazu verleiten wollen, mehr Geld für Essen mit gleichbleibender Qualität auszugeben. Meiner Meinung nach hätte man bei den „Premium Editions“ beispielsweise auf Plastik verzichten können oder ausschließlich Fleisch mit höheren Haltungsstandards als üblich verwenden können, um die gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und diese nicht nur vorzuspielen. Dennoch muss man sagen, dass man als Kunde von derartigen Fastfoodketten wahrscheinlich nicht das Ziel hat, sich ausschließlich von qualitativ hochwertigen und gesunden Lebensmitteln zu ernähren, sondern stattdessen einfach eine schnelle Mahlzeit bekommen möchte. Auch die Verwendung von Zusatzstoffen ist zum Großteil nachvollziehbar, da nur so Haltbarkeit und gleichbleibende Form und Konsistenz in solchen Massen möglich ist, auch wenn man auch hier auf Farbstoffe für bessere Optik und Geschmacksverstärker für intensiveren Geschmack hätte verzichten können. Fastfood könnte also gesund sein, wenn man beispielsweise auf neue Trends schaut. Die größten Anbieter setzen jedoch eher darauf, den Kunden etwas als gesünder und hochwertiger zu verkaufen als es eigentlich ist.