Europa: Der Mythos von Europa

Europa, dieser Begriff ist wohl für niemanden etwas Neues. Aber woher der Name eigentlich kommt, weiß kaum jemand. Tatsächlich liegt der Ursprung des Namens in der griechischen Mythologie. Die griechische Mythologie hat viel mit Helden und Göttern zu tun. So auch dieser Mythos.

Es war in dem Königreich Phönizien. Der König hatte eine wunderschöne Tochter mit dem Namen Europa. Alsbald kam der griechische Gott Zeus vom Olymp auf die Erde herab. Er bemerkte die schöne Königstochter sofort und beschloss sie weiter zu beobachten. Doch wie es auch kommen musste, der Gott verliebte sich in die sterbliche Prinzessin.

Aber Zeus war bereits verheiratet mit Hera, einer anderen Göttin. Und so, um dem Zorn seiner Ehefrau zu entgehen, verwandelte er sich in einen wunderschönen weißen Stier und mischte sich unter die Rinderherde des Königs.

Währenddessen war die Prinzessin mit ihren Spielkameraden am Strand. Auf einmal sahen die Mädchen den weißen Stier in der Mitte der Herde. Europa war fasziniert von dem schönen Geschöpf und als der Stier sich näherte, begann sie ihn zu streicheln und mit Blumen zu schmücken. Auch wenn sie nicht wusste, dass der Stier in Wahrheit der Gott Zeus war, hatte sie doch das Gefühl, dass er sie verstehen konnte.

Und dann geschah es: Der Stier legte sich vor Europa in den Sand als wolle er, dass sie auf ihn heraufsteige. Obwohl ihre Kameradinnen ihr davon abrieten, stieg sie auf den Rücken des Stieres.

Zeus, in der Form des Stieres, erhob sich mit der Prinzessin auf dem Rücken und lief zum Meer hinüber. Er eilte hinein und begann davonzuschwimmen.

Der Stier schwamm und schwamm, bis er zu einer Insel kam. Dort angekommen ließ er Europa von seinem Rücken und verschwand. Stattdessen stand jetzt vor ihr ein göttlich aussehender Mann.

„Fürchte dich nicht.“,sagte der Mann zu ihr. „Ich bin der König dieser Insel. Du wirst meine Königin sein und ich werde dich beschützen.“

Europa war sich unsicher, sie vermisste ihre Familie und nachts weinte sie bitterlich. Doch dann erschien ihr die Liebesgöttin Aphrodite. „Habe keine Angst. Zeus selbst hat dich hergeführt.“

Was genau nun geschah, ist nicht überliefert, aber etwas muss wohl passiert sein, denn Europa bekam drei Kinder von Zeus.

Letztendlich verließ der unsterbliche Zeus Europa irgendwann, um den Rest der Ewigkeit in vollen Zügen zu genießen. Vermutlich hatte er sie bald vergessen, doch der Rest der Menschheit wird zumindest ihren Namen immer in Erinnerung behalten.

(Nacherzählt von Merle Linow)

Wöchentliche Kolumne: Jogginghosen machen Leute

In welcher Kleidung man in die Schule kommt, ist heutzutage nicht mehr nebensächlich. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen und möchte seinen Stil ausleben. Das ist manchmal gar nicht so einfach.

Oft sind es Jungen, die Jogginghosen oder bequeme Kleidung wählen, im Gegensatz dazu tragen Mädchen eher Jeans oder knallenge Sportleggings.

Gerade also bei Jugendlichen ist die Jogginghose sehr beliebt. Und da jeder weiß, dass die Pubertät kein Kinderspiel ist, sollten doch die restlichen Menschen Verständnis für die 14- bis 16-jährigen aufbringen, wenn diese sich nicht auch noch in steife Kleidung zwängen wollen.

Wenn wir schon dabei sind, die Jogginhosen quasi als neue Schuluniform einzuführen, wäre es doch sinnvoll, sich auch des unbequemen Gestühls zu entledigen, um dieses durch Sofas und Fernseher zu ersetzen, damit man sich richtig wie zu Hause fühlen kann.

Hätten Menschen wie Karl Lagerfeld bestimmt nichts gegen Sofas in Schulen einzuwenden, ist deren Schmerzgrenze jedoch bei Jogginghosen erreicht. Allein der Anblick solcher Kleidungsstücke ließ sein Herz weinen. In einer der zahllosen, oberflächlichen Talkshows formulierte der „Modegott“ den denkwürdigen Satz: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“

Klar hat so ein „Modegott“ recht, aber auch die Pubertierenden haben ein Recht auf einen eigenen, wenn vielleicht auch schlechten Stil.

Ist die Jogginhose erstmal flächendeckend in die Schule eingeführt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Jogginhosen-Virus auch die Lehrerschaft befällt. Selbst Lehrer sollte man ihren eigenen Kleidungsstil zugestehen.

Einen kleinen Nachteil hat die schöne, neue Jogginhosen-Welt jedoch, Karl Lagerfeld müsste dann auf dem Mond um Asyl bitten.

Eine Kolumne von Elise Seiferth

Heimliche Helden der Eichenschule – Herr Friedrich

Wir haben Herrn Friedrich zum Abschluss seiner Zeit an der Eichenschule interviewt.

Journalismus-WPK: Wie lange arbeiten Sie schon an der Eichenschule?

Herr Friedrich: Viel zu lange. Fast 37 Jahre.

Journalismus-WPK: Wo haben Sie gearbeitet, bevor Sie Hausmeister an der Eichenschule waren?

Herr Friedrich: In Rotenburg als Kaufmann bei einer Firma, die es nicht mehr gibt.

Journalismus-WPK: Was hat Ihnen besonders gut an Ihrer Arbeit gefallen?

Herr Friedrich: Die Vielfältigkeit.

Journalismus-WPK: Welche Tätigkeiten erledigen Sie in Ihrem Hausmeisterraum?

Herr Friedrich: Bürokram.

Journalismus WPK: Was war Ihr größtes Projekt, was Sie je an der Eichenschule betreut haben?

Herr Friedrich: Die Sporthalle, den Solitär und das Mehrzweckgebäude.

Journalismus-WPK: Welcher Moment war der Beste und Schlechteste, den Sie miterlebt haben?

Herr Friedrich: Es gibt zu viele Momente.

Journalismus-WPK: Wie viele Bälle haben Sie in Ihrer Berufszeit schon ca. von den Dächern der Eichenschule geholt?

Herr Friedrich: (lacht) 30 Stück waren es bestimmt schon.

Journalismus-WPK: Was ist Ihre Meinung zum Neubau des Theatersaals?

Herr Friedrich: Das gute ist: Alles ist auf dem Gelände, alles ist vor Ort. Das Gehen zum alten Theatersaal fällt weg.

Journalismus-WPK: Wie viele Stunden arbeiten Sie täglich an der Eichenschule? (Ab wann, bis wann?)

Herr Friedrich: 6:20 bis 16 Uhr oder 7:20 bis 17 Uhr, plus Elternabende

Journalismus-WPK: Haben Sie schon Pläne für Ihren Ruhestand?

Herr Friedrich: Pläne genug, Arbeit genug

O-Töne:

Frau Weisker:

Hilfsbereit, immer für die Schule da, kommt auch am Wochenende. Er ist immer ein Ansprechpartner für Lehrer, wenn Hilfe gebraucht wird.

Frau Hantsche:

Verlässlich und tut alles für die Schule, was notwendig ist.

Frau Anders:

Der beste Hausmeister der Welt.

Herr Haß:

Fleißig.

Im Namen des Journalismus-WPK der 9. Klassen danken wir Herrn Friedrich für sein Engagement an der Eichenschule und das Interview.

Wöchentliche Kolumne: Schönheitsideale – Size Zero

Dünn, dünner, am dünnsten – Ist man automatisch schön, wenn man dünn ist?

352 Tausend Fans verfolgen Celine Bethmann, die Germany’s Next Topmodel Gewinnerin von 2017, auf Instagram. Fast täglich postet sie Bilder und Videos aus ihrem Alltag. Ihre Beine kaum dicker als ihre Arme, das Dickste an ihren Beinen sind ihre Knie.

Sie ist Vorbild vieler junger Mädchen, die jedes Jahr mit Begeisterung auf die nächste Staffel Germany’s Next Topmodel warten.

Die diesjährigen Kandidatinnen müssen sich am Anfang der Staffel ein Statement zu sich geben, das sie beschreibt bzw. ausmacht. Nachdem ich Statements wie:

„Man weiß ja, dass man relativ hübsch ist“ , „Ich bin High Fashion und das weiß ich“, „Ich bin überhaupt nicht oberflächlich!“, gelesen hatte, waren meine Erwartungen und Hoffnungen ein paar nette Kandidatinnen zu sehen gleich null.

Während noch der Vorspann läuft, in dem sich Heidi Klum wie immer von ihrer besten Seite zeigt, setze ich mich mit meiner Tüte Salt& Vinegar Chips vor den Fernseher, sehr wohl in dem Bewusstsein, dass ich gleich wieder in die eingefallenen Gesichter der neuen Möchtegern-Models der diesjährigen Staffel gucken werde und sich mir nun unweigerlich die Frage stellt, wann und ob diese Mädchen überhaupt schon einmal etwas anderes als Proteinshakes, Detox-Water, Avocadotoast und Unkraut-Salat zu sich genommen haben. Sie lachen gekünstelt in die Kamera, staksen über einen Laufsteg nach dem anderen und geben ihr Bestes, um ein begehrtes „Foto“ zu erhalten.

Was ein Traum vieler Mädchen in meinem Alter ist, ist für diese teilweise noch minderjährigen, ultradünnen Mädchen hinter dem Fernsehbildschirm Realität geworden.

In jeder Staffel fließen viele Tränen und es wird viel gestritten, meistens, um sich dann zwei Folgen später vor der Kamera zu vertragen. Zwei der Kandidatinnen werfen sich mit einer Flasche ab, was letztendlich in Tränen endet, sodass man sich schon die Frage stellen kann, ob die Karriere der 16-Jährigen nun vorbei ist, da sie „(…) ein kaputtes Knie, eine kaputte Schulter, ein kaputtes Kreuz und einen kaputten Ellenbogen!“ habe. Dramatische Minuten. Die Betroffene berichtet unter Tränen, die Flasche habe sie an der Pulsschlagader getroffen. Die Not-Op bleibt jedoch aus. Die Zuschauer atmen vor Erleichterung aus.

Nachdem die Zuschauer die nächsten, nach wie vor durch und durch dramatischen Minuten gebannt schauen, funkt plötzlich der dicke Mann von der Check-24 Werbung mit seinem unermüdlichen Dauerlächeln dazwischen. Was nun kommt, ist unschwer zu erahnen: nach ca. 30 Minuten der eigentlichen Serie, kommen nun ca. 3 Stunden Werbung als Ausgleich. Jetzt ist der Moment gekommen, an dem man sich entweder dazu entscheidet, das gesamte Programm durchzuzappen, genervt abzuwarten oder einfach doch abzuschalten. Letzteres wäre wohl die sinnvollste Variante.

Als Fazit kann man sagen, dass man sich diese Serie eigentlich sparen könnte, sie aber vermutlich auch nächstes Jahr, wie immer, gucken wird. Auch wenn praktisch jede Folge inhaltsloses Drama zeigt, möchte man natürlich doch irgendwie wissen, wer von den minderjährigen Stockmädchen das letzte „Foto“ bekommt.

Eine Kolumne von Friederike Zukunft (Autorin)