Eichenschule goes sustainable

Viele denken bei dem Begriff Nachhaltigkeit nur an den ökologischen Aspekt, das Schützen von Umwelt und Klima. Dass, um nachhaltig zu handeln, auch soziale, wirtschaftliche und politische Aspekte berücksichtigt werden müssen, wollten die Klasse 11A und unsere Umwelt-AG mit ihrem Projekttag „Eichenschule goes sustainable“ für die neunten Klassen, der am 14.01.23 stattfand,  verdeutlichen. Zum gemeinsamen Auftakt im Theatersaal informierten einige unserer Juniorbotschafterinnen des Europäischen Parlamentes unter anderem über die Nachhaltigkeitsstrategie der EU sowie die 17 übergeordneten Nachhaltigkeitsziele der UN. Anschließend konnte jede/r Neuntklässler/in vier von sieben angebotenen Workshops besuchen. Dabei gab es sowohl praktische als auch theoretische oder virtuelle Workshops, alle mit dem Ziel, den Teilnehmern nachhaltige Handlungsweisen aufzuzeigen. „Es ist wichtig, das eigene Handeln im Hinblick der Nachhaltigkeit zu hinterfragen, um dann in der Gemeinschaft etwas zu verändern. Durch die Workshops haben die Schüler ihr Bewusstsein im Umgang mit nachhaltigem Handeln geschärft und können durch kleine Maßnahmen viel im Alltag bewirken“, betonte Frau Lünsmann, die den Projekttag gemeinsam mit der 11A organisiert hat. 

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Die folgenden sieben Workshops konnten besucht werden: 

Workshop 1: Virtuelles Wasser

Wasser ist ein kostbares Gut und sollte viel mehr wertgeschätzt werden. Unter anderem stellten sich die TeilnehmerInnen dieses Workshops also die Frage, wie viel Wasser zur Produktion von unseren alltäglichen Produkten benötigt wird. Ein schockierendes Ergebnis für einige war zum Beispiel, dass zur Herstellung von einer 100g-Tafel Schokolade 1.700 Liter Wasser verbraucht werden. Wenn man dann noch bedenkt, dass nur ca. 3% des Wasser auf der Erde als Süßwasser verfügbar sind, konsumiert man das nächste Mal hoffentlich bewusster…

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Workshop 2: Mülltrennung und Recycling

Pro Jahr verbraucht Deutschland rund 21 Millionen Tonnen Plastik, weltweit waren es 2021 391 Millionen Tonnen. Mit dem Verbrauch geht anschließend natürlich auch der Müll einher, der seit Jahren ein globales Problem darstellt. Die Direktfolgen sind dabei wohl jedem bewusst: ein Großteil der Plastikmülls gelangt in die Meere, wo er tausende Meerestiere das Leben kostet und auch wir Menschen nehmen als am Ende der Nahrungskette stehende Lebewesen Mikroplastik auf – doch nicht jeder weiß, was er tun kann, um diese Folgen so gut es geht zu vermeiden/verringern. Deshalb beschäftigten sich die TeilnehmerInnen dieses Workshops mit dem Thema Recycling und überprüften in einem Selbstversuch, ob sie die richtige Mülltrennung beherrschen…


Workshop 3: Nähkurs

Im Nähkurs der Umwelt-AG wurde praktisch gearbeitet. Dabei wurden zuvor gesammelte Stoffspenden (alte Hemden, T-Shirts, Bettbezüge, etc.) zu Haarbändern oder kleinen Taschen aufgewertet…

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Workshop 4: Onlinehandel und Retouren

„Online-Shopping – Welterfindung oder CO2-Monster?“ – das war die Frage, die im Zentrum dieses Workshops stand. Es wurde geschaut, welchen Einfluss der Boom des Onlinehandels auf den stationären Einzelhandel hat, welche Emissionen mit einem einzelnen Paket verbunden sind, was die Ursachen und Folgen von Retouren sind und wie Pakete (Kartons) überhaupt hergestellt werden. Am Ende gab es noch Tipps, wie man selbst für einen nachhaltigeren Pakethandel sorgen kann, sodass er nicht nur ein CO2-Monster ist. So kann man beispielsweise eine Ablageerlaubnis bei Abwesenheit erteilen oder Pakete wiederverwenden…

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Workshop 5: Bienenwachstücher

Auch in diesem Workshop wurde praktisch gearbeitet: es wurden alte Stoffreste verwendet, die anschließend mit Wachs überbügelt wurden, sodass Bienenwachstücher entstanden. Bienenwachstücher sind wie Alu- bzw. Frischhaltefolie zu verwenden. Im Gegensatz zu diesen sind sie aber nachhaltig, da sie wiederverwendet werden können…  

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Workshop 6: Nachhaltiges Festival

Am Beispiel des Hurricanes erarbeiteten die TeilnehmerInnen, welche Probleme bei Großveranstaltungen entstehen können, welche Maßnahmen zur Nachhaltigkeit vom Veranstalter getroffen werden (können) und was man als Besucher selbst beitragen kann/sollte. 

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Workshop 7: Nachhaltige Dorfentwicklung

Der Inhalt dieses Workshops spiegelte auch die Grundidee der 11A zu diesem Nachhaltigkeits-Projekttag wieder: zeigen, dass Nachhaltigkeit mehr als nur Klimaschutz bzw. Ökologie ist. Deshalb verdeutlichten die Leiterinnen in ihrem Workshop am Beispiel der Gemeinde Scheeßel, was alles für eine nachhaltige Dorfentwicklung zu berücksichtigt werden muss, inwiefern dies bei uns in der Umgebung bereits umgesetzt wird und was in Zukunft noch getan werden sollte. Die inhaltliche Grundlage für dieses Gespräch hatte zuvor ein Interview mit Bürgermeisterin Ulrike Jungmann geschaffen. Neben den im Unterricht immer präsenten Themen wie zum Beispiel Energieversorgung, Konsum und Naturschutz, ging es auch um die nachhaltige Landwirtschaft, die in Scheeßel und Umgebung zwar nicht zu finden ist, zum Landleben eines Dorfkindes aber dazugehört. Vor allem ging es aber um die soziale Infrastruktur, dessen Grundlagen mithilfe einer virtuellen Entdeckungsreise durch die Gemeinde erarbeitet wurden. Eine wichtige Erkenntnis war, dass, egal in welchem Bereich (Wohnraum, Freizeit, Bildungsmöglichkeiten, etc.), immer drauf geachtet werden muss, dass alle sozialen Schichten der Bevölkerung berücksichtigt wurden…

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Zum Abschluss trafen sich alle zur Auswertung noch einmal im Theatersaal und am Ende des Tages waren sich Organisatoren und Teilnehmer einig, dass viel Neues gelernt werden konnte und der Projekttag eine feste Institution an der Eichenschule werden soll.

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Von Marika

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