03.12. – *1: #MentalHealthMatters

  • Name: Kai
  • Alter: 12 Jahre.
  • Verhaltensauffälligkeiten/Symptome: – übersteigerte Angst – Angst vor Situationen, die andere Menschen normal finden – begleitet von Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Atemnot, Übelkeit, Brustenge oder Schwindel
  • Diagnose: Angststörung

  • Name: Robin
  • Alter: 7 Jahre
  • Verhaltensauffälligkeiten/Symptome: – Unaufmerksamkeit (Aufmerksamkeitsstörung,Ablenkbarkeit) – Überaktivität (Hyperaktivität, motorische Unruhe) – Impulsivität
  • Diagnose: hyperkinetische Störung

  • Name: Mika
  • Alter: 17 Jahre
  • Verhaltensauffälligkeiten/Symptome: – häufig an Schlägereien/Überfällen beteiligt – Reizbares, aggressives Verhalten – im Verhalten anderen und sich selbst gegenüber rücksichtslos
  • Diagnose: dissoziale Störung

  • Name: Noah
  • Alter: 14 Jahre
  • Verhaltensauffälligkeiten/Symptome: – dauerhaftes Erschöpfungsgefühl – Schlafstörungen / verminderter Appetit – Konzentrationsstörungen – Suizidgedanken
  • Diagnose:

Laut der Bundes-Psychotherapeuten-Kammer (Bptk) erkranken innerhalb eines Jahres fast 20% der Kinder und Jugendlichen an einer psychischen Störung. Doch wie unsere ausgedachten Beispiele zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten zeigen, werden solche psychischen Erkrankungen viel zu häufig gar nicht erst erkannt, was wie in dem Fall von Noahs Depression fatale Folgen haben kann. Denn Kinder oder Jugendliche, die im jungen Alter bereits Probleme mit ihrer Psyche hatten und nicht in Behandlung waren oder die keine Chance auf die benötigte Behandlung hatten, werden lebenslang mit Schwierigkeiten, z.B. in ihrem Sozialverhalten, konfrontiert sein. Doch um dem vorzubeugen, gibt es zu wenige Therapieplätze, weshalb der Ethikrat, der einen größeren Fokus auf die Belange der jüngeren Generationen in Krisenzeiten fordert, einen Ausbau von unterstützenden Angeboten, die Schaffung von mehr Therapieplätzen und das Schließen von Versorgungslücken empfiehlt.

Natürlich sind Solidarität und Nächstenliebe gegenüber unseren Mitmenschen, die Themen unseres Adventskalenders, sehr wichtig, man sollte dabei jedoch nicht vergessen, auch sich selbst zu lieben und auf die eigene, besonders die seelische Gesundheit zu achten. Das zweite Gebot Jesu im Matthäusevangelium (22:39) – „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ – ist keine fromme Forderung, sondern mittlerweile wissenschaftlich bestätigt. Nur, wer eine positive Haltung zu sich selber hat, kann diese auch gegenüber seinen Mitmenschen entwickeln und für diese da sein. Deshalb werden wir uns in unserer Artikelserie #MentalHealthMatters ausführlich mit dem Thema psychische Gesundheit beschäftigen – die einzelnen Beiträge werden jeweils an den Wochenenden erscheinen.

Dabei werden wir uns folgenden Themen widmen:

*2: Rückblick – Im Verlauf der Pandemie haben Kinder und Jugendliche eine besondere Belastung erlebt und mussten mit erheblichen Freiheitseinschränkungen leben. Was hat das mit ihrer Psyche gemacht? Was sind die Folgen? Was sagen Experten dazu? Und vor allem, wie haben sich zum Beispiel unsere Mitschüler*innen gefühlt?


*3: Einblick – nach der Krise ist in der Krise. Auch wenn die Zeit der Freiheitseinschränkungen in der Pandemie (erstmal?) vorbei ist, nehmen die psychischen Belastungen durch Krisen nicht ab. Was machen die aktuellen Krisen wie der Ukraine-Krieg, die Energiekrise oder der Klimawandel mit jungen Menschen und wie bewusst nehmen Jugendliche diese Krisen eigentlich war? Sind sie vielleicht schon zur Normalität geworden?


*4: Ausblick – eine aktuelle Forsa-Befragung unter Jugendlichen in Deutschland zeigte, dass 70% optimistisch bzw. positiv auf die eigene Zukunft blicken. Doch was ist mit den anderen 30%? Welche Auswege gibt es für die Jugendlichen, die von psychischen Krankheiten betroffen sind? Welche Möglichkeiten haben sie, ihre Resilienz zu stärken?


*5: Blick hinter die Kulissen – nicht nur die Krisen können ein überforderndes Gefühl hervorrufen, machmal ist es auch Schulstress, der die psychische Gesundheit von uns Schüler*innen negativ beeinflussen kann. Wie geht die Eichenschule dagegen vor? Welche Hilfsangebote gibt es und welche Möglichkeiten haben die Lehrkräfte, ihrer Schüler*innen zu unterstützen?


*6: Blick in die Ferne – haben britische Jugendliche die gleichen Ängste vor der Zukunft wie die Deutschen? Welche Unterschiede gibt es im Umgang mit psychischen Erkrankungen und welche Maßnahmen werden zur Aufklärung ergriffen?

„What mental health needs is more sunlight, more candor, and more unashamed conversation.“

– Glenn Close

Von Marika und Paula

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: