Wir haben eine Europa-AG?!

Die Eichenschule ist seit 2016 eine von wenigen sogenannten „Europaschulen“ in Deutschland. In diesen Schulen wird, beispielsweise mithilfe vielseitiger Projekte, das sogenannte „Europaprofil“ gefördert. Dies kann mit AGs, Veranstaltungen zum Thema Europa und der Förderung von Fremdsprachenunterricht geschehen.

An der Eichenschule gibt es für die Organisation solcher Projekte seit 2017 die „Europa-AG“, die auch den Europa-Tag an der Schule organisiert, der in diesem Jahr nach coronabedingtem Ausfall hoffentlich wieder stattfinden kann. Auch der „Safer-Internet-Day“ wird von ihnen organisiert. Die AG hat aber noch viel mehr Aufgaben im Zusammenhang mit dem Titel der Eichenschule als Europaschule und damit verbunden Pflichten und Möglichkeiten.

Was genau ist also die Europa-AG?

Geleitet wird die Europa-AG, seitdem sie ins Leben gerufen worden ist, von Frau Hoppenstedt. Sie wurde aus dem Steuerkreis „ELSA“ („Eltern-Lehrer-Schüler-Arbeitskreis“) gegründet. Später wurde die Europa-AG dann zu einer eigenständigen Gruppierung aus SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern. In der freiwilligen AG können alle mitmachen, die sich für Politik, Europa und die Organisation von Veranstaltungen mit Bezug auf die beiden Themen interessieren, wie auch Frau Hoppenstedt im Interview betonte. Sie selber moderiere als Fachobfrau für Politik die Treffen. Inzwischen seien 15 Schülerinnen und Schüler sowie sechs Lehrerinnen und Lehrer Teil der Europa-AG. Sie würden sich ungefähr alle drei Monate Mittwochnachmittags für ungefähr eineinhalb Stunden treffen. Das letzte Treffen war gerade am 11.05., welches wir für euch besucht haben:

Es herrschte eine lockere Atmosphäre in der Europa-AG – mit Keksen, Süßigkeiten und Kaffee waren außerdem alle bestens versorgt. Nachdem alle Mitglieder eingetroffen waren, begann Frau Hoppenstedt schon mit dem ersten Tagesordnungspunkt:

Nach drei Jahren seien lettische Schülerinnen und Schüler wieder an der Eichenschule zu Besuch gewesen – zwar nicht im Rahmen eines schuleigenen Austauschprogramms, aber im Rahmen von europaweiten „Erasmus +“ Angeboten. Angekündigt wurde dabei auch, dass der Eichenschule in den nächsten fünf Jahren wieder Geld zur Verfügung stehe, um beispielsweise Auslandspraktika der zukünftigen elften Jahrgänge für einige Schülerinnen und Schüler finanziell zu unterstützen.

Als nächstes wurde der kommende Europatag, der nächstes Schuljahr am 02.09. stattfinden soll, besprochen. Gute Nachrichten: Sigmar Gabriel, der unter anderem Umwelt- Wirtschafts- und Außenminister in Deutschland war, werde voraussichtlich für einen Vortrag an die Schule kommen. Auch sind mehrere Workshops für die älteren Jahrgänge, in denen einige Berufe vorgestellt werden, besprochen und geplant worden.

Außerdem gab es eine Absprache für das in Kürze angesetzte „Europa-Filmcafé“ mit Kuchenverkauf. Am 23.05. um 15.15 Uhr wird im Theathersaal der Film „Die Unbeugsamen“ gezeigt, in dem es um Politikerinnen im ehemaligen Westdeutschland geht, die sich trotz Vorurteilen und sexistischen Anfeindungen gegen die in dieser damals von Männer dominierten Branche behaupten.

Als Teil der Europa-AG kann man sich zudem als „JuniorbotschafterIn“ des europäischen Parlamentes engagieren. Dadurch werden beispielsweise Gespräche mit Abgeordneten des Parlamentes und andere Aktivitäten ermöglicht. Für die Teilnahme an diesem Botschafterprogramm erhalten sie ein Zertifikat. Den Juniorbotschafterinnen und -Botschaftern unserer Schule werde gerade ein Gespräch mit einem Abgeordneten der Grünen im EU-Parlament angeboten, in dem es um das Thema Flucht und Migration gehe.

Zum Thema Flucht kam dabei die Idee auf, die Autoren des Spiegel-Bestsellers „Kommt ein Syrer nach Rotenburg (Wümme)“ – Gerd Hachmöller und Samer Tannous – zu einer Lesung am Weltflüchtlingstag am 20.06. einzuladen und aus ihrem Buch lesen zu lassen. Das Buch beschäftigt sich vorwiegend mit Tannous’ Integration in Deutschland und dabei auch kulturellen Unterschieden. Er war 2015 aus Damaskus nach Deutschland geflohen und lebt seitdem in Rotenburg.

Zuletzt wurde bei dem Gespräch eine Idee insbesondere für die jüngeren Jahrgänge besprochen. Ziel sei es, eine Art „Junior-Europa-AG“ zu etablieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen in dieser AG auch bei auf Europa bezogenen Veranstaltungen helfen, damit auch sie sich bei Interesse für Europa schon früher engagieren können.

Frau Hoppenstedt betonte im Interview schließlich noch, sie selber habe als „Moderatorin“ der AG die Forderung an die niedersächsische Politik, Europaschulen mehr zu unterstützen und nicht nur „alle paar Jahre das Türschild an den Schule zu erneuern“.

Von unserer Schule wünsche sie sich auch weiterhin gute Kommunikation mit der Schulleitung im Bezug auf die Europa-AG und Projekte sowie Verständnis von den KollegInnen für Unterrichtsausfälle im Zusammenhang mit Veranstaltungen.

Die Europa-AG ist für jede/n offen! Wer also Lust hat, sich zu engagieren, kann sich gerne bei Frau Hoppenstedt melden!

Paula und Marika

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