Affäre um angeblich unerlaubtes Barren auf dem Hof von Beerbaum spitzt sich zu

Tierquälerei – ein Vorwurf, den der Reitsport nie gerne hört, nach den Szenen am Fünfkampf bei Olympia aber wohl noch weniger. Nun hat RTL eigenen Angaben nach bei Ludger Beerbaum die verbotene Trainingsmethoden des Barrens aufgedeckt – was der Springreiter energisch zurückweist.

Es sind diese wohl heimlich gefilmten Trainingsaufnahmen mit denen Ludger Beerbaum konfrontiert ist. Darauf soll zu sehen sein, wie Pferden mit einer Stange gegen die Vorderbeine geschlagen wird.

Ludger Beerbaum: einer der erfolgreichsten Springreiter weltweit, mehrfacher Olympiasieger, Weltmeister, Europa Meister, Deutscher Meister und vor allem eins – Idol vieler Reiterinnen und Reiter.

Hier kommt das Barren ins Spiel: Hebt das Pferd die Füße nicht wie gewünscht, stehen eine oder zwei Personen neben den Springständern, die die Stange im passenden Moment nach oben heben, sodass die Stange gegen das Pferd schlägt. Ziel soll sein, dass das Pferd beim nächsten Sprung die Beine mehr anzieht und höher springt.

Der Vorwurf an Beerbaum lautet, das verbotene Barren einzusetzen, welches wie bereits beschrieben, Pferde zu vorsichtigerem und höherem Springen animieren soll.

Beerbaum meldete sich kürzlich auf seiner Homepage zu Wort, er nennt den Beitrag nachweislich falsch, verleumderisch und ehrverletzend.

„Die im Beitrag gezeigten Szenen auf dem Reitplatz haben mit Barren nichts zu tun. Es handelt sich dabei um erlaubtes Touchieren, das von einem erfahrenen , routinierten Pferdefachmann durchgeführt wurde.“ Touchieren bedeutet eine abgeschwächte Form des Barrens, die ebenfalls umstritten, aber erlaubt ist; die Grenzen verschwimmen. Im RTL-Beitrag ebenfalls zu sehen sind Hindernisstangen mit Noppen, die ebenfalls verboten sind.

Dazu sagt Beerbaum : „Diese stammen aus einem gekauften Bestand von Hindernissen und wurden aussortiert, damit sie nicht benutzt werden. Sie werden auch nicht beim Training mit Pferden eingesetzt.“

Der Weltreitverband werde die Vorwürfe gegen Beerbaum prüfen, ebenso die deutsche Reitereien Vereinigung, die FN, die zusätzlich die Staatsanwaltschaft informieren möchte. „Bereits jetzt können wir klar sagen, dass der Gebrauch von Vierkantstangen sowie genopptem oder gestacheltem Stangenmaterial inakzeptabel ist und nicht im Einklang steht mit den Grundsätzen des fairen Pferdesports“, so FN-Generalsekretär Sönke Lauterbach.

Für eine Stellungnahme vor der Kamera war Ludger Beerbaum bis dato nicht bereit, er kündigte aber an, gegen die erhobenen Vorwürfe juristisch vorzugehen.

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