Bericht über den Safer Internet Day 2022 an der Eichenschule

Anlässlich des Safer Internet Days am 08. Februar haben einige SchülerInnen aus dem elften Jahrgang in kleinen Gruppen ca. 25-minütige Workshops zu verschieden Themen für die jüngeren Jahrgänge an der Eichenschule vorbereitet.

Die Vorbereitungen der Vorträge fanden im Rahmen des Deutschunterrichts statt. Die Themenwahl und auch das Konzept, mit dem sie ihr jeweiliges Thema den Teilnehmern näher bringen wollten, blieb den SchülerInnen dabei selbst überlassen.

Wir vom Journalismus WPK haben drei Workshops für euch besucht, die wir im folgenden kurz zusammenfassen und analysieren werden.

Workshop-„Mythos neutrale Meinungsbildung“

Der Workshop fing mit der Frage an, was Filterblasen denn eigentlich sind. Die TeilnehmerInnen waren Anfangs zum Thema Filterblasen ahnungslos. Durch ein Beispiel erklärten die LeiterInnen daraufhin, was Filterblasen denn eigentlich sind. Die LeiterInnen meinten, dass diese sogenannten Filterbubbles unbewusst eine Meinung verzerren, weshalb diese auch gefährlich sein könnten. Nachdem die Auswirkung von Filterblasen erläutert wurde, wurde ein interaktives Quiz über das IPad gemacht. Alle TeillnehmerInnen konnten dieses Quiz eigenständig machen. Zuletzt wurden einfache Tipps gegeben, um aus Filterblasen rauszukommen, beispielsweise könnte man dafür seinen Suchverlauf löschen.

Der Workshop über das Thema Filterblasen ist sehr gelungen, da die Präsentation anschaulich gestaltet wurde und und das Publikum durch Fragen und ein Quiz mit einbezogen wurden. Zudem wurden hilfreiche Tipps gegeben, wie man sich vor solchen Filterblasen schützen kann. Doch haben bei diesem Vortrag nicht nur die SchülerInnen etwas neues gelernt, sondern auch die LeiterInnen meinten, dass es beim Vorbereiten des Vortrages interessant und lehrreich gewesen sei, sich nochmals intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen.

von Matti L., Vivien B., Anne S.

Workshop-„Selbstverletzendes Verhalten online / Hate Speech“

Außerdem haben wir am Workshop „Selbstverletzendes Verhalten online / Hate Speech“ teilgenommen. Hier wurden die beiden Themen zunächst in einem fünf-minütigem Vortrag erklärt.

Selbstverletzendes Verhalten wird online häufig als „normal“ propagiert, und Jugendliche stellen Bilder und Videos von sich ins Netz, auf denen sie sich selbst Verletzungen zufügen. Außerdem tauschen sie sich über ihre Erfahrungen aus. Die Ursachen sind vielfältig, gehen aber oft mit seelischen Belastungen oder psychischen Erkrankungen einher.

Mit dem Begriff „Hate Speech“ sind Hasskommentare gemeint, die sehr abwertend sind. Ursachen sind oft mangelndes Selbstbewusstsein der TäterInnen oder Hass gegen bestimmte Menschengruppen. Die Folgen für die Opfer sind ein geringeres Selbstbewusstsein und im Extremfall sogar Suizidgedanken.

Im Anschluss an den kurzen Vortrag mussten die Teilnehmenden einen Arbeitszettel mit Fragen zum Vortrag ausfüllen, der anschließend besprochen wurde. Danach wurde noch ein Kahoot mit fast identischen Fragen durchgeführt.

Den TeilnehmerInnen mit denen wir gesprochen haben, hat der Vortrag gut gefallen. Allerdings haben andere Gruppen ihre Workshops etwas interaktiver und dadurch auch interessanter gestaltet. Denn bei anderen Workshops war auch Raum für eigene Erfahrungen und Meinungen der TeilnehmerInnen, was in diesem Workshop eher in den Hintergrund gestellt wurde.

von Julia T. & Dounia L.

Workshop-„Verschwörungsideologien“

Der dritte Workshop letzten Dienstages behandelte das Thema „Verschwörungsideologien“. Hierbei haben die SchülerInnen aus dem elften Jahrgang direkt mit grundsätzlichen Fragen wie Erfahrungen, einer passenden Definition des Themas, passenden Beispielen und ähnlichem begonnen. Es wurden Fragen an die TeilnehmerInnen gestellt, und bei Bedarf im Nachhinein richtig erklärt, wobei die Klasse mithilfe der kleinen Gruppe an Schülern der elften Klasse bereits selber grob klären konnten. Hierbei erarbeiteten sie bei dem Workshop, dass Verschwörungsideologien komplizierte Sachverhalte über verschiedenste Themenbereiche, oftmals in drastischer Vereinfachung, klären sollen, wobei solche Ideologien oftmals die Gegenargumente nicht betrachten würden. Zufälle seien dabei übertrieben formuliert nicht gestattet und eine Erklärung, dazu gegebenenfalls eine schuldige Person, seien hierbei durchaus „erwünschter“. Dass die erste Mondlandung inszeniert gewesen sei, wurde hier als Beispiel für eine Verschwörungsideologie genannt.

Durch den permanenten Austausch mit der hier teilnehmenden achten Klasse, wurde das Interesse der Zuhörer ständig aufrecht erhalten. Die Kombination aus Theorie und Praxis war sehr ausgewogen und hat diesen Workshop sehr strukturiert und vor allem spaßig für die TeilnehmerInnen gemacht, in dem man sich nach theoretisch erarbeitetem Grundwissen für beispielsweise des Bedenkens zukünftiger Lösungswege angeregt wurde.

Eine der Fragen an die SchülerInnen der achten Klasse war, ob sie bei Kontakt zu einem Verschwörungsideologen, falls vorhanden, ihre Meinung geäußert hätten. Ein Schüler der 8b antwortete „Ja, jedoch wurde ich mit irrationalen Gefühlen und Sätzen zurückgewiesen.“ Dies passiere häufig, da Verschwörungsideologen häufig in Gruppen wie beispielsweise „Gut & Böse“ unterteilen würden.

Der Workshop zu diesem Thema ist daher sehr gelungen und eine vermutlich aufwendige Planung gewesen, die sich auszahlte. Die TeilnehmerInnen waren sehr zufrieden mit dem Konzept und der Herangehensweise zu diesem Thema neue Dinge zu lernen, und haben durch die interaktive Möglichkeit teilzunehmen, viel, aber bei angemessenem Spaß, lernen können.

von Dounia L. & Julia T.

Den meisten SchülerInnen und auch uns haben die Workshops sehr gut gefallen. Die Workshops waren größtenteils vielseitig und kreativ gestaltet. Besonders zielführend betrachten wir die interaktiven Fragen und Quizze. Auch wenn man schon einiges über ein Thema wusste, konnte man viel Neues und Tiefgreifendes über die Themen lernen. Dem positiven Feedback konnten wir entnehmen, dass die meisten SchülerInnen dies ähnlich sehen und sie im nächsten Jahr gerne noch weitere Workshops zu neuen Themen besuchen würden.

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