Adventskalender Türchen 21: Weihnachten in Italien

Endlich ist es soweit! Es ist Winter und das langersehnte Weihnachtsfest rückt immer näher. Die ersten Adventskalendertürchen wurden bereits geöffnet und der Nikolaus war auch schon da. Abends, wenn es schon dunkel ist, erleuchten Lichterketten die Häuser und Straßen und sorgen für eine angenehme, weihnachtliche Stimmung.

So sieht man: Es gibt viele Weihnachtsbräuche und Traditionen, die die Adventszeit und das Weihnachtsfest erst zu dem machen, was sie sind.

Aber wie ist es in anderen Teilen der Welt? Wie ist es zum Beispiel in Italien? Ist dort das Weihnachtsfest ähnlich oder gibt es dort ganz andere Traditionen?

Die offizielle Weihnachtszeit beginnt in Italien am 8. Dezember. (Der 8. Dezember ist für die meist katholischen Italiener ein wichtiger Feiertag zu Ehren Marias, der Mutter Jesu.) Überall in Italien sind die Hotels ausgebucht und die Häuser werden weihnachtlich mit Lichterketten und Weihnachtsdeko geschmückt. Kinder basteln Engel und Weihnachtsmänner für Fenster und Türen.

In den meisten italienischen Haushalten füllt sich eine Krippe immer mehr mit Figuren und Kindergärten und Schulen proben für ihre Weihnachtsvorstellungen des Krippenspiels am 24. Dezember, wo auch die Ferien beginnen.

Außerdem stellen viele Familien Plastikweihnachtsbäume auf. Sie sind praktisch (und auch ökologisch vertretbar), da man sie zusammenfalten und jedes Jahr wieder nutzen kann.

Am Abend des 24. Dezember kommt die Familie in kleiner Runde zusammen und isst gemeinsam zu Abend. Traditionell wird zu diesem Abend, „LA CENA DELLA VIGILIA“, kein Fleisch gegessen. Dieses Essen hat meistens zwei Gänge:

1) Zuerst gibt es ein Nudelgericht mit Fisch oder Muschel.

2) Danach gibt es meist ein anderes Fischgericht.

Um die Mitternacht des 24. Dezember gehen viele Italiener in die Kirche, um dort die Geburt Jesu zu feiern.

Am Morgen des 25. Dezember, des eigentliche Weihnachtsfesttages, packen alle ihre Geschenke vom Weihnachtsmann aus. Sie treffen sich mit vielen Leuten bei sich zuhause und genießen das große Weihnachtsessen:

1) Als ersten Gang gibt es in der Tradition Tortellini o cappelletti in brodo, oder auf Deutsch: Tortellini in Brühe.

2) Danach gibt es meist einen Putenbraten mit kleingebackenden Champignons, Stampfkartoffeln und Rotkohl.

3) Als Nachtisch gibt es einen Kuchen mit Rosinen und getrockneten Früchten sowie Puderzucker. Dieser wird in Italien Panetone oder Pandori genannt.

Die Weihnachtszeit wird am 6. Januar von „La Befana“ beendet. Diese ist eine Hexe und kommt in der Nacht vom 5. Januar auf den 6. Januar. Laut einer Legende ist sie die Frau des Weihnachtsmannes.

Am Abend des 5. Januars hängen die Kinder ihren Socken an den Kamin. Befana füllt die Socken mit Süßigkeiten. Um diese zu Füllen, kommt sie durch den Schornstein. Für die Kinder, die nicht artig waren, gibt es Kohle. Dabei handelt es sich aber nicht um echte Kohle, sondern um schwarze Zuckermasse.

Buon natale a tutti voi (Fröhliche Weihnachten!)

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