Adventskalender Türchen 8: Schon wieder Weihnachten

Es ist Weihnachten. Ich bin gerade auf dem Weg von der Kirche nach Hause. Ich habe wie jedes Jahr beim Krippenspiel mitgemacht. Diesmal habe ich allerdings nur die Erzählerrolle genommen. Die Schule und der Arbeitenstress haben es einfach nicht zugelassen, eine größere Rolle zu spielen. Früher gingen wir mit der ganzen Familie in die Kirche; letztes Jahr ging ich dann nur mit meiner Mutter. In diesem Jahr gehe ich alleine. Mir fällt auf, dass ich die Adventszeit in diesem Jahr nicht wirklich genießen konnte. Sie ging so schnell vorbei. Es war doch gerade erst Anfang Dezember, wir haben die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet, das erste Türchen im Adventskalender geöffnet…

Wenn ich nach Hause komme, wird alles gleich ablaufen. Der Weihnachtsbaum wird geschmückt in der Ecke stehen. Meine kleinen Brüder werden vor dem Fernseher sitzen und den ganzen Tag Filme gucken, meine Eltern werden gestresst durchs Haus rennen, um alle Geschenke, die sich für die Verwandten in den letzten Wochen nach und nach angesammelt haben, zusammenzusuchen. Ich werde mich kurz melden, dass ich wieder zurück bin, mein Vater wird mir kurz zunicken und danach werde ich in meinem Zimmer verschwinden, das schon seit Wochen weihnachtlich geschmückt ist. Ich werde mich mit einer Decke an meine Heizung setzten und lesen oder einfach auf Instagram durch Storys und neue Posts scrollen. Irgendwann werde ich dann noch die Geschenke einpacken, die seit Wochen in einer Schublade liegen. Wenn ich alle Geschenke nochmal durchzähle, merke ich wahrscheinlich, dass mir noch für irgendeinen Verwandten ein Geschenk fehlt. Also setze ich mich an meinen Schreibtisch und bastele hektisch und ohne viel Mühe noch aus irgendwelchen Bastelsachen die restlichen Geschenke.

Gegen 19:00 Uhr wird mich einer meiner Eltern rufen. Ich werde ins Wohnzimmer gehen und helfen, die Schüsseln mit verschiedenen Lebensmitteln fürs Raclette zu decken. Wir Kinder werden uns satt essen und uns, während unsere Eltern sich unterhalten, langweilen. Nach dem Essen werden wir uns aufs Sofa setzen und den restlichen Film zusammen gucken. Nach einer halben Stunde verschwindet einer meiner Eltern nach oben, nach ein paar Minuten wird es an der Haustür klingeln. Meine Brüder werden zur Tür wetzen und ich werde schnell meine Geschenke für die Familie unter den Baum legen. Mein Vater wird die restlichen Geschenke, die in dem Geschenkesack sind, ebenfalls unter den Baum legen. Dann wird er die Geschenke verteilen. Wir werden sie öffnen und uns mehr oder weniger freuen. Meine Brüder werden mit ihren Spielsachen in ihren Zimmern verschwinden und ich werde wieder in mein Zimmer gehen.

An den nächsten Tagen werden meine Großeltern kommen. Wir werden mit denen wie jedes Jahr Lamm essen. Wir Kinder werden zum Essen und zur Bescherung da bleiben und danach in unsere Zimmer gehen.

Und dann ist Weihnachten auch schon wieder vorbei.

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