Die Schule, Corona und wir (pandemietreibenden) Schüler

Ein Schuljahr, welches noch besonderer war als das letzte, neigt sich dem Ende zu. Und wieder haben wir fast die Hälfte des Schuljahres zu Hause verbracht. Schulschließungen soll es aber nicht mehr geben. Doch ist das wieder nur eine der unsinnigen Behauptungen der Politik?

Seit Beginn der Pandemie ändert sich die Meinung der Politiker fast täglich. Am Anfang wurde behauptet, dass Kinder sich eigentlich nicht anstecken können und Infektionen auch nicht weitergeben würden. Dann wurden Lehrkräfte plötzlich zu Infektionsquellen ernannt und offene Fenster im Winter als „Lüftungskonzept“ verkauft. Also haben wir gelüftet und Hände gewaschen und dachten wirklich, dass wir, wenn wir uns dran halten, weiter zur Schule gehen dürfen. Doch plötzlich wurden wir, die als „keine Treiber der Pandemie“ bezeichnet wurden, zu den angeblichen Pandemietreibern. Schneller, als wir gucken konnten, saßen wir erneut zu Hause vor den Bildschirmen.

Das Ganze wäre in ein paar Jahren vielleicht auf irgendeine Art lustig, wenn die sich daraus resultierenden Folgen nicht so traurig wären. Während unsere Eltern teilweise nur einige Tage im Homeoffice verbracht haben, mussten wir drei Monate lang Tag für Tag zu Hause verbringen. Es schlich sich ein gewisser Rhythmus ein. Aufstehen, der Videokonferenz beitreten, wenn es die Zeit hergibt, zwischen den Stunden frühstücken. Den Nachmittag verbrachte man mit Seriengucken oder Hausaufgaben. Es war Winter, wodurch man sich lieber im Haus aufhielt. Und die Familie, die konnte man nach einigen Wochen auch nicht mehr sehen.

Über den Stoff, den wir verpasst haben, redet auch niemand. Er soll nachgeholt werden. Doch wie, wann und ob er überhaupt nachgeholt wird, wird sich zeigen.

Schon im ersten Lockdown wurde viel über die Digitalisierung an Schulen gesprochen, doch umgesetzt wurde eher weniger. Wir haben das Glück, dass zumindest die Schüler ab Ende der 8. Jahrgangsstufe bei uns über IPads verfügen. Andere Schulen hängen aber deutlich hinterher. Es wurde viel geredet, aber nicht viel getan und so hat sich an vielen Schulen nichts geändert.

Schon seit einem Jahr staunen wir Schüler immer wieder über Vorschläge mancher Politiker. Immer wieder schaffen sie es noch einen drauf zu setzen. Was kommt als nächstes?

Wenn bald jemand auf die Idee kommt, dass Schule ja ab jetzt immer von zu Hause stattfinden könnte und Eltern die Lehrerrolle übernehmen, würde es wahrscheinlich auch niemanden wundern.

Ein Beitrag von Jule Nack

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