A, B oder C – Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn die Konferenz angeht!



Freitag, der 13. März 2020, der letzte Tag, an dem alles normal war: auch der Unterricht in der Schule. Monate nach dem Bekanntwerden des Corona-Virus und den ersten, dann schnell zunehmenden Corona-Fällen wurden auch in Deutschland erste Maßnahmen ergriffen: ein Lockdown stand bevor. Für uns Schüler bedeutete das, unsere Klassenkameraden/-innen vorerst nicht mehr in der Schule zu sehen, sondern stattdessen Aufgaben in Eigenregie zu Hause zu bearbeiten – das sogenannte „Szenario C“. Da die Situation aber für alle neu war, war das anfangs jedoch nicht immer ganz so einfach.

Daraufhin folgten die Osterferien – durchatmen. Danach ging es vorerst wie vor den Ferien weiter.

Doch bereits wenige Wochen später wurde das Szenario B beschlossen. Wieder etwas Neues. Man geht zur Schule, aber es ist nichts wie vorher: Plötzlich ist die Klasse in zwei Hälften geteilt und man sieht nur noch die eigene Gruppe. Zudem waren Arbeiten vorerst ausgesetzt und in Fluren, Gängen und Pausen eine Maske zu tragen, im Unterricht jedoch nicht, da die Tische in einem Abstand von 1,50 Metern standen.

Es dauerte lange, bis man sich an „die neue Schule“ gewöhnt hatte. Nach den Sommerferien voller Corona-Ereignisse folgte dann bis zuletzt ein bunter Mix aus Szenario A, dem normalen Schulbetrieb in ganzen Klassen, Szenario B und C.

Doch die Szenarien veränderten sich im Laufe der Zeit immer weiter.

So war das Szenario C, in welchem wir von Mitte Dezember bis Ende März und schließlich noch einmal im Mai befunden hatten, nun nicht mehr das einfache Bearbeiten von Aufgaben vom Bett aus. Stattdessen gab es nun Videokonferenzen nach Stundenplan von 07:30 bis 13:30 und Aufgaben – eine zusätzliche Belastung, die ein gutes, eigenes Zeitmanagement brauchte, um nebenbei auch noch Zeit für anderes zu finden. Für viele führten die vielen Videokonferenzen jedoch zunehmend zu technischen Problemen: Man merkte schnell, dass manche zum Beispiel aufgrund des langsamen Internets in Deutschland gar nicht in der Lage waren, an den Videokonferenzen teilzunehmen. Auch das immer noch zu lahme Internet in der Schule verursachte bei den vielen Videokonferenzen den ein oder anderen Absturz.

Das Szenario B blieb grundlegend gleich, veränderte sich aber dennoch: Ab jetzt standen zwei Schnelltests vor Beginn des Schultags auf der Tagesordnung. Zusätzlich organisierten einige Lehrer dualen Unterricht: Während die eine Gruppe in der Schule war, beteiligte sich die andere Gruppe in einer Videokonferenz von zu Hause aus – zumindest in der Theorie, in der Praxis sah das meist ganz anders aus. Auch das Tragen der Masken blieb trotz des Abstands und der Schnelltests zum Schutz Pflicht.

Nun sind wir endlich wieder im Szenario A – Unterricht mit der ganzen Klasse. Am ersten Tag merkte man, wie lange sich viele nicht mehr gesehen hatten, für den ein oder anderen gab es viel zu erzählen.

„Aber Moment mal? Habe ich richtig gehört? >> Endlich << ?“ – Das mag sich der ein oder andere vielleicht jetzt fragen. Auch wenn ich denke, dass einige lieber im Szenario B oder C geblieben wären, glaube ich dennoch, dass die Mehrheit der Schüler/-innen, als auch Lehrer/-innen, froh ist, nun wieder im Szenario A zu sein und hoffentlich den ständigen, für den ein oder anderen auch nervigen Videokonferenzen endlich ein Ende zu setzen.

Persönlich möchte ich zum Abschluss anmerken, dass auch die Lehrer mit dem Laufe der Zeit besser organisiert waren und Aufgaben zuverlässig eingestellt hatten und für Fragen besser erreichbar waren. Dennoch bin ich froh, endlich alle wiederzusehen und mich mit ihnen zu unterhalten. Auch ist es besser, Arbeiten gemeinsam schreiben zu können und so allen die selben Chancen gewähren zu können.

Ich hoffe, dass wir vielleicht sogar bis zu den Sommerferien im Szenario A bleiben können. Aufgrund der geringen Inzidenz und Fallzahlen bin ich zuversichtlich, dass das auch so passieren könnte.

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