Darf man das – was dürfen Journalisten ? Teil 4

Pressefreiheit in Italien

Bis 1985 gab es in Italien kaum Grenzen für Journalisten. Ab 1990 kam es zu einem neuen Mediengesetz.

Dieses Mediengesetz enthält unter anderem Bestimmungen zu den Redaktionsstatuten, zum Persönlichkeitsschutz (wie zum Beispiel Beschimpfung, Verspottung und Verleumdung), Vorschriften über die Verbreitung von Medienwerken sowie strafrechtliche Bestimmungen. Dieses Mediengesetz wurde hauptsächlich eingeführt beziehungsweise verschärft, da das wichtigste Informationsmedium für die meisten Menschen in Italien das Fernsehen ist. Denn eine Zeitung wird immer noch von nur 117 von 1000 Einwohnern täglich gekauft.

Italiens politische Struktur war in der Vergangenheit durchaus von Korruption geprägt. Medienunternehmer wie Berlusconi werden Präsidenten und kontrollieren nicht nur den Staat, sondern auch viele Nachrichtenmedien. Damit ist es schwierig, regierungskritisch zu berichten. Außerdem standen und stehen auch viele Journalisten in Italien unter Polizeischutz wegen Mordversuchen oder Drohungen von der Mafia. 2019 zum Beispiel entging ein Journalist in Kampanien nur knapp einer Mafiagruppe.

In der aktuellen Corona-Krise ging die größte Bedrohung für Journalisten von Corona-Leugnern aus, die Reporter angreifen.

Insgesamt steht Italien auf der Rangliste der Pressefreiheit – Platz 41 von 180 Ländern, also noch im oberen Drittel.

Von Enne

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