Mars vs. Jupiter Teil 1

Wir schreiben dass Jahr 3756. Alle Planeten des Sonnensystems sind besiedelt. Einige der Völker sind verfeindet, andere verbündet. Der Jupiter ist zur Zeit der zivilisierteste Planet. Der Mars hat mit Abstand die beste Armee. Alle anderen beneiden sie darum. Das führt zum Krieg. Das Volk der Venus gegen die Jupitaner. Animalische Nomaden gegen friedliche Gebildete. Keine Chance für die gutgläubigen Jupitaner. Vollkommene Zerstörung. Hunger. Leid. Tod. Kaum Hoffnung.

8 Jahre später:

Das Leben auf dem Jupiter ist zurückgekehrt. Dank Hilfe der Marsianer konnte das Volk schnell alles wieder aufbauen und ist sogar noch fortschrittlicher als zuvor. Seitdem sind die beiden Planeten verbündet, alle nötigen Regelungen sind in einer Vereinbarung getroffen worden. Eine dieser Regelungen ist, dass beide Seiten darauf achten, dass es nicht zu einer Überbevölkerung kommt.

Nun haben die Marsianer dagegen verstoßen. Es herrschen schreckliche Bedingungen. Sie wissen aber genau, dass sie von den Jupitanern nach brechen dieser Regel keine Hilfe erwarten dürfen. Sie wollen ihren Planeten deshalb durch Krieg retten.

Im Rahmen unseres zweiten WPKs Jugend Debattiert haben wir Propagandreden (bzw. Kriegsreden) verfasst. Eine der Reden ist aus der Sicht des Königs der Marsianer und ruft zum Krieg auf – die andere aus der Sicht des Kanzlers der Jupitaner und ruft zur Verteidigung auf.

Marsianer (Paula)

Liebe Marsianer,

Seit Wochen merken wir immer stärker, dass uns Marsianern langsam die Luft ausgeht: Kaum noch Essen, wir leben mit 10 Personen in einem Haus für 4! Unsere Kinder magern ab, Krankheiten breiten sich aus und lassen die jungen und alten Sterben wie Tiere. Das Volk vom Jupiter, das wir immer unterstützt haben und dem wir bedingungslos alle immer – wie selbstverständlich – geholfen haben, haben noch reichlich Platz, Essen und Ressourcen. Ich weiß, dass wir alle mehrmals versucht haben Kontakt aufzunehmen und um Hilfe gefleht haben. Bis jetzt ist nichts passiert. Die Jupitaner verstanden wir nie als Feind oder als Bedrohung, sondern als Freund. Vor ein paar Jahren, als sie von dem Volk der Venus angegriffen wurden, haben wir ihnen die Hand gereicht, Essen gebracht und unser Heer geschickt. Wir waren wohl das solidarischste Volk überhaupt. Und was haben wir davon? Hunger, Tod und Angst. Dies haben die Jupitaner allein zu verantworten, wir haben sie doch klar um Hilfe gebeten, nicht wir sind verantwortlich für unsere Not und das wisst ihr so gut wie ich. Ich sage euch, lasst uns das holen, was uns zusteht. Lasst uns das nehmen, was wir gegeben haben. Wir waren in den letzten Wochen alle so stark, jeder von uns. Nun ist es an der Zeit, dass wir das bekommen, was wir verdienen.

Wir müssen ihnen zeigen, was Zusammenleben, Solidarität und Hilfe bedeuten, denn die Jupitaner kennen nur Egoismus und die eigenen Wünsche. Helfen, das Wort haben sie bestimmt noch nie gehört. Wir haben allesamt an sie geglaubt und waren das Licht in ihrer Dunkelheit. Dennoch haben sie uns alle enttäuscht. Seht doch in die Augen eurer Kinder, das Leid, das Elend! Wir alle verdienen ein Leben im Wohlstand, besonders durch unsere Selbstlosigkeit in der Vergangenheit! Wir erwarten keine Hilfe von anderen, außer den Jupitanern. Freunde sind zur Stelle, wenn man sie braucht. Da die Jupitaner uns alle, jeden einzelnen von uns, aber nur ausgenutzt haben und nicht an Hilfe denken, sollten wir uns selber nehmen, was wir verdienen. Lasst uns noch heute Nacht zu den UFOs gehen und sie angreifen, ihnen zeigen, was sie uns allen antaten und unserem Leid und Elend, das sie aus Egoismus zu verantworten haben, ein Ende bereiten.

Es geht hier nicht um Rache. Falls in euch trotzdem eine Stimme zweifelt und sich fragt, ob wir dann nicht genauso egozentrisch wären, wie die Jupitaner, sage ich Nein! Wir haben nicht alle anderen Völker um Hilfe angefleht, uns dann von den herzensguten Helfern abgewendet und ihre Hilferufe ignoriert. Das waren wir nicht. Wir waren die Guten in der Geschichte, haben nicht eine Sekunde gezögert, ihnen alles gegeben, was wir nicht benötigten und hatten, dann haben wir es sofort hergegeben. Die Jupitaner haben uns versprochen, jederzeit zur Seite zu stehen. Wir sind uns doch einig, dass wir nicht viel wollten, nur etwas zu Essen, Asyl für einige Zeit und nur ein paar von uns. Danach sollten wir nicht einmal fragen, das ist unter Freunden selbstverständlich. Besonders, nachdem wir ihnen auch geholfen haben.

Nun noch einmal: Zeigen wir ihnen, was Solidarität und Freundschaft bedeuten und dass der Egoismus niemals gewinnt. Wir werden uns das holen, was uns allen zusteht. Das Recht auf Nahrung, Gesundheit und Überlebenschancen, was sie uns mit ihrer Feigheit und der Selbstsucht genommen haben, obwohl es eine Selbstverständlichkeit ist, falls einem Volk diese Rechte verwehrt bleiben, zu helfen, besonders unter „Freunden“. Zumindest waren sie das für uns. Wir waren in ihrer Not da. Wir haben ihnen vertraut! Wir werden uns das nicht länger gefallen lassen!

Die Rede aus Sicht des Kanzlers der Jupitaner findet ihr im 2.Teil.

Paula Holste und Marika Münkel

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