Interview mit Herrn Birnbaum (Teil 1)

Unser Direktor Herr Birnbaum. Jeder an unserer Schule kennt ihn, aber kaum jemand von uns Schülern weiß etwas über ihn, oder? Das wollen wir jetzt ändern. Wir haben unseren Schulleiter mal ein paar Dinge gefragt und er hat bereitwillig darauf geantwortet:

Welche Hobbys haben Sie? Was machen Sie gerne in ihrer Freizeit?

Meine Hobbys sind insbesondere Fußball und Skifahren. Ich wandere auch gerne in den Bergen und das Reisen ist eines meiner größten Hobbys. Sehr gerne reise ich zu fernen Zielen wie Kanada, USA oder auch Afrika. Ich freue mich auch darauf, Skandinavien mit dem Wohnmobil zu erkunden. Und wir haben zwei große Hunde, die gegangen, bespielt und gekuschelt werden wollen.

Womit kann man Sie auf die Palme bringen?

Wenn sich Menschen nicht an die Regeln eines freundlichen Miteinanders halten. Mir ist ein guter zwischenmenschlicher Umgang sehr wichtig. Wenn Menschen gemobbt, beleidigt, gekränkt oder ausgegrenzt werden, bringt mich das auf die Palme. Deshalb finde ich auch die Entwicklung, die die sog. sozialen Medien in den letzten Jahren genommen haben, unsäglich.

Wollten Sie schon immer Lehrer bzw. Schulleiter werden?

Ich wollte tatsächlich schon immer Lehrer werden und bin es bis heute sehr gerne. Ich finde, dass das ein sehr schöner Beruf ist. Ich hatte jedoch nicht das Ziel, Schulleiter zu werden. Das hat sich eher zufällig ergeben.

Seit wann sind Sie schon an der Eichenschule? Wie lange sind Sie schon Schulleiter?

An der Eichenschule bin ich seit 1995, mit einer Unterbrechung von 4 Jahren zwischen 2010 und 2014. Schulleiter bin ich seit 2014.

Was verbinden Sie mit der Eichenschule?

Mit der Eichenschule verbinde ich gutes Miteinander der an Schule beteiligten Menschen wie Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräften, dem Verwaltungs- und Hausmeisterteam. Diese Zusammenarbeit macht einfach Freude. Es gibt bei uns sicherlich eine besondere Nähe zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. Das genieße ich. Ich persönlich bin mit der Eichenschule sehr verbunden, denn sie hat mir den Berufseinstieg und viele tolle Erfahrungen mit Menschen ermöglicht.

Erzählen Sie uns etwas über ihren Werdegang.

Ich komme ursprünglich aus Schleswig-Holstein. Mein Abitur habe ich in Bargteheide gemacht, das liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen Hamburg und Lübeck. Als junger Mensch war ich in beiden Städten gerne unterwegs. Nach dem Abitur habe ich meinen Zivildienst bei der Caritas in Hamburg und in einer Wohnstätte für geistig Behindert in Ahrensburg absolviert. Anschließend habe ich in Hamburg Lehramt für Geschichte, Politik und Sport studiert. Während des Studiums habe ich regelmäßig Skifahrten als Teamer und Skilehrer begleitet und u.a. bei einer Autovermietung gejobbt. Auch mein Referendariat habe ich von 1993 bis 1995 in Hamburg absolviert. Dies war eine Zeit, in der es für Lehrkräfte so gut wie keine freien Stellen gab. Deshalb war ich sehr froh, dass mir die Eichenschule die Gelegenheit zum Berufseinstieg gab. Damals wurde ein Ehepaar für die Leitung eines Hauses im Internat gesucht. Und da meine Frau Erzieherin ist, hat das gut gepasst. Den Kontakt zur Eichenschule hat damals übrigens Herr Grenz-Giesecke vermittelt, obwohl wir uns nicht persönlich kannten. Das war schon kurios. Ich habe dann mit meiner Familie 4 Jahre im Internat gelebt und gearbeitet und hatte parallel dazu auch eine Lehrerstelle in der Schule. Anschließend habe ich noch für 2 Jahre die Tagesheimschule im Internat geleitet (vergleichbar mit unserem heutigen Ganztagesangebot), bevor ich mit voller Stundenzahl in die Schule gewechselt bin. In der Schule habe ich neben meinem Unterricht verschiedene Aufgaben übernommen: Ich war viele Jahre Fachobmann für Geschichte, habe die Berufsorientierung koordiniert und war im Betriebsrat. Da ich Lust hatte, in Schulleitung mitzuarbeiten und dies zu dem Zeitpunkt an der Eichenschule nicht möglich war, bin ich 2010 als Oberstufenkoordinator ans Gymnasium Sottrum gewechselt. Dort habe ich u.a. das erste Abitur in Sottrum organisiert und die Oberstufe und die Berufsorientierung entwickelt. Dann ergab es sich, dass der damalige Schulleiter der Eichenschule, Herr Goebel, Bürgermeister in Visselhövede werden wollte und die Eichenschule einen neuen Schulleiter suchte. Ich bin damals von verschiedenen Personen gefragt worden, ob ich mir vorstellen könnte, als Schulleiter an die Eichenschule zurückzukommen. Und nach langer Überlegung habe ich mich dann beworben und bin letztendlich ausgewählt worden. Und so bin ich seit 2014 wieder an der Eichenschule.

Was macht Ihnen an ihrer Arbeit besonders Spaß, worauf würden Sie lieber verzichten?

Es macht mir immer noch besonders Spaß, mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu sein. U.a. aus diesem Grund singe ich noch immer gerne im Schulchor mit. Mir macht es Spaß, die Schule möglichst gut zu organisieren. Ich bin immer froh, wenn es uns gelingt, gemeinschaftsstiftende Aktivitäten wie die Weihnachtsaktion in der Sporthalle, das Weihnachtskonzert u.ä. zu entwickeln. Ich habe Freude an einem guten Austausch im Kollegium. Die manchmal schwer nachvollziehbare Bürokratie der Schulorganisation macht dagegen nicht so viel Spaß. Und manchmal muss ich auch harte Entscheidungen treffen. Wenn wir uns z.B. von einem Schüler / einer Schülerin trennen müssen, macht das keinen Spaß! Das kommt aber glücklicherweise sehr selten vor.

Außerdem haben wir Herrn Birnbaum gefragt, wie es ihm als Schulleiter mit der Corona-Pandemie geht. Was er dazu gesagt hat, erfahrt ihr in Teil 2.

Von Marika Münkel und Paula Holste

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