Corona Impfung 3 – Ein Stich, der Leben rettet!

Zwei Millionen US-Bürger werden gerade täglich geimpft. Bis Ende Mai, so die Ankündigung von US-Präsident Biden, werden die USA genügend Dosen haben, um alle erwachsenen Amerikaner impfen zu können. Ende Mai können wir Deutschen froh sein, wenn die über 70-Jährigen geimpft sind und vielleicht dazu noch alle Lehrer und PolizistInnen. Das ist umso peinlicher, weil wir Deutsche doch gerne denken, dass die USA schlecht organisiert seien und wir dagegen die Weltmeister in Infrastruktur und Logistik sind.

Die EU-Kommission hat sicher sehr gewissenhaft bestellt, aber eben auch bürokratisch und wurde dabei von Großbritannien und Israel überholt. Auch die besonders gründliche Prüfung durch Europas Arzneimittelbehörde hat noch einmal mehrere Wochen Zeit gekostet.

Besonders unglücklich war dann auch noch die Einschätzung durch die Ständige Impfkommission, den Impfstoff von AstraZeneca nur für Menschen unter 65 zu empfehlen.

Die Kritik an der Corona-Politik von Bund und Ländern wächst Woche für Woche. Und plötzlich wird die bemerkenswerte Erkenntnis von Jens Spahn im vergangen Jahr „Wir werden in ein paar Monaten einander wahrscheinlich viel verzeihen müssen“, Wirklichkeit.

Nun sollen die Hausärzte in die Impfstrategie eingebunden werden. Doch ein Selbstgänger, wie viele denken, wird das wohl eher nicht. Es wurde viel von den Impfzentren erwartet. Sie wurden jeweils mit mehreren Hundert Mitarbeitern ausgestattet und es hieß, jetzt kann es losgehen und wir werden schnell aus der Pandemie entfliehen können. Doch schnell zeigte sich, dass doch nicht so schnell und so viel geimpft werden konnte, wie gedacht. Und das liegt nicht daran, dass die Impfzentren nicht gut vorbereitet waren und dass sie nicht genug Kapazität hatten. Vielmehr liegt es daran, dass in einer festen vom Bund vorgegebenen Anweisung steht, wie viele Menschen pro Tag zur Impfung einbestellt werden dürfen. Unabhängig davon, wie viel Impfstoff zur Verfügung steht. Das heißt, auch wenn ein Impfzentrum über viel Impfstoff verfügt, darf die vorgegeben Anzahl der Impfungen nicht überschritten werden.

Warum soll das Impfen an die Hausärzte abgegeben werden, wenn die Impfzentren mittlerweile sehr routiniert arbeiten? Die Impfzentren verfügen über eine gute Übermittlung von Impfdaten. Wie soll das in den Arztpraxen laufen?

Der Impfstoff ist im Handling sehr aufwendig. Wird es den Arztpraxen also möglich sein, den Impfstoff zu verabreichen?

Manche Menschen zögern noch, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die einen wollen warten, bis genug Impfstoff da ist, sodass sie sich einen aussuchen können. Die nächsten wollen auf ein Impfupdate warten, das auch für die neuen Mutanten maßgeschneidert ist. Wieder andere wollen sichergehen, dass die Impfstoffe nicht irgendwann doch noch riskante Nebenwirkungen zeigen. Doch Abwarten ist in der Pandemie hochriskant – für den Einzelnen und für alle anderen.

Der AstraZeneca Impfstoff schützt nur zu 70%, was zu einer Abneigung gegenüber diesem Impfstoff in der Bevölkerung führt. Doch 70% Wirksamkeit heißt nicht, dass der Impfstoff nicht 100% gegen schwere Verläufe wirkt. Die Grippeimpfung, die jedes Jahr von vielen Millionen Menschen wahrgenommenen wird, liegt nur bei einer Wirksamkeit von etwa 60%.

Nebenwirkungen, die erst nach längerer Zeit auftreten könnten, verunsichern die Menschen. Damals, beim Impfstoff gegen Schweinegrippe, war dies so. Kinder erkrankten erst im Nachgang der Impfung an Narkolepsie. Das verunsichert die Menschen auch heute. Doch man muss dazu sagen, wir leben im 21.Jahrhundert. Das Wissen der Menschen war noch nie so hoch. Die Firmen haben viel erforscht und den bestmöglichen Impfstoff entwickelt. Angst ist verständlich, doch Angst wird die Pandemie nicht stoppen. Um andere Menschen zu schützen ist es wichtig, dass jeder sich impfen lässt,

denn es ist ein Stich, der Leben rettet!

Ein Kommentar von Jule Nack

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