„Schüler – Allein zu Haus“

Langeweile, Langeweile und …. noch mehr Langeweile

„Kevin – Allein zu Haus“. Vermutlich einer der bekanntesten und beliebtesten Weihnachtsfilme, die es gibt. Es geht um den kleinen Kevin (8 Jahre), der an Weihnachten von seiner Familie zu Hause vergessen wird, als diese in Hektik zum Flughafen aufbricht. Er erlebt eine spannende Zeit, bis seine Eltern endlich eine Möglichkeit finden, zurückzukommen.

„Schüler – Allein zu Haus“. Eine Beschreibung der aktuellen Situation der Schüler und Schülerinnen (fast aller Altersklassen) in Deutschland. In der Weihnachtszeit wird es hektisch im Bundestag. Die Corona-Zahlen sind viel zu hoch, es muss schnell gehandelt werden, ein Lockdown folgt. Wie lange es wohl noch dauern wird, bis wir nicht mehr allein zu Haus sind?

Hat die Politik uns etwa tatsächlich vergessen? Wohl kaum, die Jugendlichen sind schließlich die Zukunft, oder? Aber es ändert nichts daran, dass wir uns trotzdem so fühlen. Die Tage sind ewig lang. Theoretisch viel Zeit, in der man Dinge tun kann, zu denen man sonst nicht kommt. Aber auch wirklich nur rein theoretisch, versteht sich. Denn die meisten Dinge hat man bereits während des ersten Lockdowns erledigt oder man hat einfach keine Lust dazu. Letzteres ist wohl die wahrscheinlichere Variante, immerhin reden wir von Jugendlichen mit null Bock auf gar nichts.

Während Kevin also gegen die Einbrecher „kämpft“ und viel Spaß dabei hat, kämpfen wir (nicht besonders erfolgreich) gegen ein Wort, dessen Definition „Gefühl der Eintönigkeit infolge fehlender Anregung oder Beschäftigung“ lautet. Die Langeweile, ein grässliches Wort. Aber was will man machen? Außer Netflix und co., Büchern und der Konsole (und Sport für den ein oder anderen) sind die Möglichkeiten für Nachmittagsbeschäftigunen momentan ja eher begrenzt. Man kann sich vorstellen wie unsere Freizeit, neben dem lästigen Homeschooling, aussieht, oder? Da trifft die Beschreibung „eintönig“ es schon recht gut. Tja, und während das Virus mutiert und für Ärger sorgt, bleiben wir schön zu Hause und mutieren allmählich zu Couch-Potatoes. Grandiose Aussichten für die letzen Wochen bis zum Schulstart, wann auch immer er sein mag.

Und in der Zwischenzeit wird natürlich von uns erwartet, dass wir trotz einem solchen Alltag vernünftig und motiviert für die Schule lernen, am besten noch genauso effizient, als gäbe es diese Barriere gar nicht. Irgendwie ist das genauso, als würde man von Kevin erwarten, dass er sich benimmt und gesund ernährt. Einfach unmöglich.

Paula Holste und Marika Münkel

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