#Cut 4 Teil 1: Die Marvelisierung des Kinos

SNAP! Mit zwei Anläufen schaffte es der Marvel-Blockbuster „Endgame“ 2019 die Krone der Filme zu gewinnen: 2,8 Milliarden Einnahmen machten ihn zum erfolgreichsten Film aller Zeiten.

Doch seit die Erfolgsgeschichte der Verfilmungen von Marvel Comics vor 12 Jahren mit „Iron Man I“ begann, hat sich die Filmbranche drastisch verändert, und nicht zum Besseren…

Mit jedem noch erfolgreicheren Film spülte mehr Geld in die Kassen von Disney, das daraufhin eine Filmproduktionsfirma nach der anderen aufkauften. Ob Pixar, Lucasfilm, 21st und 20th Century Fox oder die Marvel Studios: Über jedem dieser Filmproduzenten schwebt das Banner Disneys. Was macht also die nun größte Filmproduktionsfirma der Welt mit all den Franchisen, die ihr gehören? Leider fiel anscheinend seit vielen Jahren dieselbe Entscheidung wieder und wieder: Man wandelt die Franchises zu „typischen“ Disney-Filmen um: Happy-End, massenhaft Fortsetzungen, no Sex, no Drugs, just violence (nur ohne das Blut und die Verletzungen, damit das Wohlfühlfeeling nicht gestört wird), dazu fehlender Fortschritt sowie genug Humor für eine ganze Familie gehören mittlerweile in fast jedes Drehbuch eines aus dem Disneyuniversum stammenden Films. Einige Franchises und Serien konnte man zwar so vor dem Versinken in der Filmunterwelt retten, doch vielen Filmen wurde so alles genommen, was sie besonders machte. Am kritischsten sahen dies wohl die Star Wars Fans. Keiner der neuen Filme erreichte auch nur annähernd die große Akzeptanz unter den Fans, die für ihre sehr kritische Sicht auf ihr eigenes Franchise bekannt sind. Disney wurde von ihnen mit schlechten Kritiken geradezu torpediert. Auf so etwas reagiert Disney jedoch renitent.

Schon 2019 beschrieb jans-filmwelt.de dies mit den Worten: „Der Untergang der Kreativität“.

Während von der Walt Disney Company selbst nur (teils recht gute) Reboote über Reboote kommen, lieferte Marvel teilweise drei Filme pro Jahr. Mit Ankündigen wie Avatar 2-5, sieben neuen Star Wars-Serien sowie sechs Marvel-Serien (diese sechs allein für 2021!) wird auch für Disney Plus, den hauseigenen Streaming-Dienst, für genügend Nachschub gesorgt. Auch wenn der Konzern im Kino einfallslos und stereotyp agiert: Wenigstens wagt sich Disney bei Serien an neue Storys und neue filmische Mittel, zumindest in den Unterthemen Marvel und Star Wars.

Doch warum der Begriff „Marvelisierung“ und was The Mandalorian und WandaVision nicht damit gemein haben,

das erfährst du in Teil 2.

Ein Kommentar von Magnus

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