Adventskalender Türchen 23: Weihnachten bei unseren Austauschpartnern von Sophie Dettmer und Maarit Neumann

In den USA, dem Land, in das unsere 10. Jahrgangsstufe in Austausch fährt, geht man traditionell am Heiligabend in die Kirche. Im Anschluss wird zusammen mit Familie und Freunden traditionell Truthahn gegessen, ebenso wie traditionell Punsch und warmer Eierlikör getrunken wird. Die Amerikaner mögen es zu Weihnachten gerne süß. So ergänzen sie die Getränken oft mit Marshmallows. Die Geschenke gibt es jedoch erst am Morgen des 25. Dezembers, denn in den USA ist es Tradition, dass der Weihnachtsmann (Santa Claus) um Mitternacht durch den Kamin ins Haus kommt und Geschenke hinterlässt. Und wer schon einmal den bunten, weit über die Außenalster leuchtenden Tannenbaum an der amerikanischen Botschaft in Hamburg gesehen hat, weiß, dass die Amerikaner zu Weihnachten farbenfrohe Dekoration mögen.

In Frankreich, unserem ältestes Austauschprogramm für die achte Jahrgangsstufe, ist Weihnachten, anders als bei uns, kein Feiertag. Alle müssen den Tag über zur Arbeit oder zur Schule gehen. Am Abend wird dann Weihnachten gefeiert. Gegessen wird Wild, Hummer oder Geflügel. Danach essen die Franzosen gemeinsam von einer Käseplatte und verspeisen im Anschluss ein Dessert, welches in Frankreich bûche de Noël heißt. Auch in Frankreich werden die Geschenke, ähnlich wie in den USA, erst am Morgen des 25. Dezembers geöffnet, da Weihnachtsmann (Père Noël) die Geschenke in der Nacht bringt.

In Lettland, dem zweitältesten unserer Austauschprogramme, feiert man Weihnachten mit Geschenken und einem Weihnachtsbaum, der oft mit Strohsternen und getrockneten Blumen geschmückt wird. Viele Letten haben aufgrund der langen Zugehörigkeit zur Sowjetunion, in der der christliche Glaube unterdrückt wurde, keinen kirchlichen Bezug zu Weihnachten mehr, deshalb feiern sie viel mehr das Zusammensein und Beschenken von Freunde und Familie.

In den Niederlanden und in Belgien ist der Vorabend des Nikolaustags der wichtigste Feiertag der Adventszeit. An Nikolaus bringt Sinterklaas vor allem Spielsachen für die Kinder. Gegessen wird traditionell Truthahn oder gebackene Ente, wozu ein guter Wein serviert wird. In Amsterdam wird die Ankunft des Sinterklaas in Begleitung der niederländischen Version des Knecht Ruprecht, dem Zwarte Piet, zelebriert. Sinterklaas kommt, da er auch der Patron der Seeleute ist, mit einem Schiff an. Viele Menschen winken dem ankommenden Sinterklaas zu.

Ein Höhepunkt der dänischen Adventszeit ist bereits der 13. Dezember, an dem Santa Lucia, verkörpert von einem Mädchen im weißen Kleid und einem Kerzenkranz auf dem Kopf, Licht in die Häuser bringt. Wir haben außerdem unsere Austauschpartnerinnen interviewt, wie man dann Weihnachten feiert: In Dänemark geht man am Weihnachtstag traditionell um 10:00 Uhr in die Kirche, danach macht man etwas mit der Familie. Am Abend kocht und isst die ganze Familie zusammen. Traditionell essen die Dänen Schweinebraten, Gans, Ente, Pute mit gerösteten Kartoffeln und Rotkohl. Nach dem Essen tanzt man um den Weihnachtsbaum und öffnet dann die Geschenke. Der Weihnachtsmann der Dänen heißt „Julemad“.

In Spanien, unserem jüngsten Austauschprogramm, wird am 24. Dezember „la Noche Buena“ gefeiert. Am Abend kommt dann die ganze Familie zusammen, um gemeinsam zu Abend zu essen. Zwischendurch oder nach dem Abendessen wird eine Süßigkeit namens „Turron“ gegessen. Anders als in Deutschland werden in Spanien die Geschenke erst am 06. Januar, am Dreikönigstag gebracht.

Veröffentlicht von Drea Voe

Lehrerin an der Eichenschule in Scheeßel

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