Mut tut gut!

Wikipedia definiert Mut so, dass man sich traut und fähig ist etwas zu wagen, das heißt, sich beispielsweise in eine gefährliche, mit Unsicherheit verbundene Situation zu begeben.

Was bedeutet Mut eigentlich für dich?

Hat mutig sein für dich immer etwas mit Heldentum zu tun oder denkst du, dass uns auch die grundlegenden Ereignisse im Alltag stark und mutig machen können?

Für mich bedeutet mutig zu sein, etwas zu wagen, obwohl man Angst davor hat. Mich kostet es oft Überwindung, auch mal „ Nein“ zu etwas zu sagen bzw. meine Meinung zu äußern. Ich finde, dass wir im Leben viel zu abhängig von etwas sind, zum Beispiel der Meinung von anderen, oder davon, es möglichst allen recht zu machen, um von allen gemocht und akzeptiert zu werden. Dabei fällt es uns selber schwer, mutig zu sein, da wir Angst haben, im Ansehen der anderen zu sinken oder ihre Missgunst auf uns zu ziehen. Im Grunde genommen können wir es sowieso nie allen recht machen, weil jeder verschiedene Ansichten vertritt.

Lisa Sophie L. ist Youtuberin, sie versucht Menschen übers Internet mutiger zu machen.Sie erzählt von ihrer Angststörung, die ihr Leben Jahre lang eingeschränkt hat und davon, wie sie diese besiegen konnte. Früher konnte sie nie unter Menschen sein ohne gleich in Panikattacken, Schweißausbrüchen oder Atemnot auszubrechen. Jahrelang hat sie nichts gegen ihre Angst getan und hat so gut wie es ging die Situationen gemieden. Ab einem gewissen Zeitpunkt merkte sie, dass es so nicht weiter gehen konnte und sie dringend Hilfe benötigt. In diesem Moment bewies sie großen Mut, da sie sich ihrer Angst gestellt hatte.

Es kostet uns oft Überwindung Entscheidungen zu treffen, aber am Ende werden wir für unseren Mut belohnt. Manchmal ist das Ergebnis vielleicht nicht so, wie wir es uns erhofft oder erwünscht haben, trotzdem können wir aus diesen Entscheidungen lernen. Im letzten Jahr stand ich selber vor einer schweren Entscheidung, die mir viel Mut abverlangt hat. Ich hatte ein Jahr lang einen Stalker, der immer und überall da war, wo ich auch war. Für sein Tun schämte ich mich und habe seine Fehler bei mir gesucht. Ich redete mir ein, dass ich was falsch mache, dass ich mich beispielsweise falsch kleide. Ich fing an, mich mit der Zeit zu verändern, in die Schule ging ich nur noch mit zu weiten Klamotten, und versuchte somit, so wenig Körper wie möglich zu zeigen. Aber auch innerlich stellte ich starke Veränderungen fest. Es gab einen Zeitpunkt, da stellte ich mich meiner Angst und holte mir Hilfe. Ich habe angefangen, darüber zu reden. Von dem Moment an fing ich an, mein Leben umzukrempeln. In der Zeit unterstützte mich besonders meine Mutter, aber auch Therapeuten, mit den ich darüber sprechen konnte.

Diese Wende herbeizuführen, kostete mich viel Mut, aber es hat sich gelohnt, denn ich wurde dafür belohnt.

Heute kann ich gut mit dem Thema umgehen und offen darüber sprechen, da ich weiß, dass ich nicht alleine bin, unterstützt werde und mir immer Hilfe holen kann.

Man sollte seine Sorgen und Problem nicht in sich rein fressen bis es nicht mehr geht und das Fass überläuft, sondern den Mut aufbringen, Hilfe zu suchen und in Anspruch zu nehmen, denn: Mut tut gut!

Wenn du ein Problem hast, bleib damit nicht allein, sondern hol dir Hilfe. Sprich mit Vertrauten oder Lehrern oder Profis darüber!

Hier an der Schule beraten dich unsere drei Beratungslehrer, Frau Ebeling, Frau Janßen oder Herr Janßen.

Ein Beitrag von Marieke Franke

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