Serienempfehlung „The Magicians“: “If there’s a single lesson that life teaches us, it’s that wishing doesn’t make it so.” – Lev Grossman

Seit einiger Zeit schaue ich nun „The Magicians“ und kann offen sagen, dass die Serie zu meinen Lieblingsserien gehört und das sind nicht viele. Von der ersten Folge an hat mich diese Serie begeistert und gefesselt.

„The Magicians“ ist eine 2015 veröffentlichte US Serie, dessen fünfte und letzte Staffel gerade zu Ende gegangen ist. Sie basiert auf dem Roman von Lev Grossman und findet in verschiedenen Universen und auf anderen Planeten statt.

„The Magicians“ handelt von dem Leben eines depressiven und psychisch instabilen 20 Jahre alten Magier, Quentin Coldwater. Seit seiner Kindheit ist er besessen von dem Buch „Fillory and Further“, was ihn komisch erscheinen lässt und ihn zu einem Nerd macht.

Doch als er die Magie und die Brakebills University entdeckt, hat er zum ersten Mal das Gefühl der Zugehörigkeit. Nachdem er einen Test gemacht hat, ob er magische Kräfte hat oder nicht, wird er an Brakebills angenommen. Dort lernt er Magie zu benutzen und findet Freunde wie Margo, eine sehr unabhängige und starke Frau, Eliot, einen Typ, der ein bisschen verrückt ist, aber sehr lustig und sarkastisch und Alice, einen super klugen und talentierten Nerd.

Aber es besteht eine Gefahr. Die Bestie. Und dort beginnt die Geschichte brutal und dunkel zu werden. In der Klasse kommt es aus dem Spiegel, um den Lehrer zu töten und dem Schulleiter die Augen auszureißen. Jetzt müssen die Freunde die Bestie töten. Am Ende der ersten Staffel scheitern sie, was dazu führt, dass Alice eine Niffin wird, eine Kreatur, die von ihrer Magie übernommen wird, nur um jetzt böse, aber mächtiger zu sein. In der zweiten Staffel versuchen sie also immer noch, die Bestie zu töten, aber jetzt müssen sie Alice retten und auch einen gefährlichen Halbgott töten. Später gibt es noch mehr Fäden, wie das plötzliche Verschwinden der Magie, was zu noch mehr Problemen führt.

Mit der Zeit wird die Geschichte immer komplexer und interessanter. Ein Detail, das mich wütend machte, war, dass Quentin einfach ein „unbedeutender Nichtsnutz“ war, bis mir aufgefallen ist, wie wichtig er ist. Er ist nicht der Beste in Magie oder irgendetwas anderem. Das Einzige, was ihn besonders macht, ist sein starker und nie endender Glaube, dass es etwas Größeres gibt. Er gibt nie auf, auch wenn das nur dazu führt, dass er noch mehr verletzt wird, und er tut alles, um seine Freunde und die Welt zu retten, auch wenn das ein immenses Opfer erfordert.

Normalerweise bekommt die Hauptfigur in Serien, Büchern oder Filmen, auch wenn sie nicht die klügste oder talentierteste Person ist, ihr Happy End, aber „The Magicians“ zeigt die reale Welt. Quentin ist komisch und hat nie die Zeit, glücklich zu sein. Die Realität trifft ihn jedes Mal. Ich werde nicht spoilern, aber er bekommt kein richtiges Happy End, oder vielleicht ist es das, aber nicht für mich. Das mag langweilig klingen, aber nur bis man merkt, dass das etwas ist, was die Serie anders macht als andere Geschichten.

Außerdem ist sie wirklich ikonisch. Einige Szenen sind lustig, andere dunkel. Es ist wirklich witzig, schon wenn du Eliot und Margo siehst, weißt du, diese Szene wird verrückt. Ich kann nicht beschreiben, wie fabelhaft „The Magicians“ ist, weil ich noch nie etwas Ähnliches gesehen habe. Es ist unkonventionell und kontrovers. Eine Sache, die diese Serie besonders macht, und mir wurde das erst vor ein paar Tagen klar, ist, dass sie realistisch ist. Ja, es ist eine Fantasy-Serie, aber sie verherrlicht das Leben nicht. Es gibt Mord, psychische Krankheiten, Vergewaltigung, Ablehnung (Quentins beste Kindheitsfreundin, Julia, kam nicht zu Brakebills, also fand sie Magie allein und kämpfte dafür) und Tod. Wenn man die Serie sieht, beendet man sie nicht mit einem Lächeln auf dem Gesicht, sondern man beendet sie mit Tränen gefüllten Augen und einem halben Lächeln, und man erinnert sich an die guten und die traurigen Dinge, genauso wie im wirklichen Leben.

Auf der anderen Seite nimmt die Serie sich nicht allzu ernst. Viele Szenen sind brutal oder dunkel, aber andere sind urkomisch, wie in Staffel vier, wo Margo halluziniert, dass Eliot in der Wüste tanzt und singt. Genauso, wie diese unvergesslichen Szenen, sind einige Sätze einfach einzigartig verrückt und manchmal denkt man, was zur Hölle haben die Drehbuchautoren gemacht, während sie während sie diese Szene geschrieben haben. Waren sie betrunken?

Die Geschichte klingt deprimierend und das ist auch wahr. Diese Serie ist nichts für jemanden, der Kinder sehen will, wie sie mit Magie umherfuchteln, um die Welt zu beschützen, Liebe zu finden und ein glückliches Leben zu leben. Diese Serie ist für Leute, die offen (sehr offen) für neue Dinge sind und die Fantasie wollen, aber auch Realität. Denn sogar in einem deprimierenden Leben gibt es lustige und glückliche Momente, genauso wie in „The Magicians.“

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