Grüße aus dem Homeoffice – Tag 49 von Maxi Kahlbrecht

Corona und Schule 

Wie lange müssen wir das noch mitmachen? 

Zur Zeit befinden wir uns in einer sehr seltsamen und unerklärlichen Lage. Für uns Schüler ist es natürlich noch mal was komplett anderes als für die Berufstätigen. Auf der einen Seite freut man sich als Schüler über das „Ausschlafen“, aber auf der anderen Seite weiß man nicht so recht, was man mit seiner vielen Zeit anfangen soll. Die einen hängen jetzt bestimmt viel vor dem PC und die anderen sind aktiv, aber das ist nicht der Alltag, den wir vor der ganzen Corona-Situation hatten!

Momentan ist diese Phase echt schwierig zu verarbeiten. Selbst in meinem Umkreis fällt dem einen oder anderen schon die Decke auf den Kopf, auch mir und meiner Familie geht es so. Meine Mutter kann sich glücklich schätzen, da sie noch zur Arbeit gehen kann. Mein Vater hingegen muss von zu Hause versuchen, seine Arbeit irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Nur so nebenbei angemerkt: Er muss sich dann auch gleichzeitig noch um zwei hungrige Mäuler kümmern… die Kleine, die am liebsten in den Kindergarten möchte und deshalb die ganze Zeit nervt, und die Große, die mitten in der Pubertät steckt und auch mal auf die Idee kommen könnte, im Haushalt zu helfen. Tja, einige berichten vielleicht etwas anderes, aber bei uns bricht so langsam das Chaos aus.

Wir hocken seit über einem Monat aufeinander, können für die Kleine keine Besuche im Zoo organisieren, die Große kann sich nicht mit ihren Freunden treffen, von den Eltern mal ganz abgesehen, die am liebsten Urlaub ohne Kinder machen würden, ohne alles, einfach nur raus!

Da stellt sich auch die Frage, wie machen das Großfamilien…wie halten die das aus, wenn eine vierköpfige Familie schon im Chaos untergeht? 

Dennoch müssen wir versuchen, zusammen zu halten, wir müssen versuchen, auch ohne Provokationen, Stress und Ärger diesen ganzen Mist hinter uns zu lassen. Wir müssen versuchen, die starke Familie zu repräsentieren, die wir in normalen Zeiten sind, denn wir haben uns alle sehr lieb und müssen das nun auch dem Virus zeigen. Denn das Virus darf nicht die Kontrolle über uns gewinnen, sondern wir müssen lernen, uns selbst zu kontrollieren und uns und unser Leben nicht vom Virus fremdbestimmen zu lassen!

Veröffentlicht von Drea Voe

Lehrerin an der Eichenschule in Scheeßel

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