Homeoffice-Das Spiel mit dem Tod

Gerade in diesen Zeiten der Langeweile dank Corona ein wichtiges Thema: Computerspiele. Ein Streitthema in fast jedem Haushalt mit einem Jungen, manchmal auch mit einem Mädchen. Was darf ich? Wie lange darf ich? Die zwei Grundfragen entscheiden, ob die Eltern das Spielen erlauben und wie groß die Einflussnahme der Spiele auf den Spieler ist; abgesehen vom Spiel selbst sind also der Zeitraum und die Gattung des Spiels ausschlaggebend für die Beeinflussung.

Man hat außer Schulaufgaben, Essen und Schlafen momentan oft kaum etwas zu tun. Ein online-Computerspiel mit ein paar Freunden zu spielen, scheint also ein guter Weg zu sein, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten und die Zeit herumzukriegen. Man bekommt (meistens) gute Laune und Ablenkung. Es gibt allerdings nicht nur lustige Spiele, sondern auch Spiele, die uns gefährliche und gewalttätige Welten aufzeigen.

Wie jeder von uns auf z.B solche Ego Shooter reagiert, ist extrem unterschiedlich. Manch einer baut aus diesen Spielen einen ganzen Freundeskreis auf, der andere spielt mal mit einem oder zwei aus Spaß, Langeweile etc. zusammen. Andere könnten irgendwann Handlungen oder Denkweisen im Spiel auf das reale Leben übertragen.

Ich stelle nur meine persönliche Ansicht zu dem Thema dar. Deswegen würde ich auch sagen, dass gerade Shooter, wie zum Beispiel „Fortnite“, besonders in der Altersgruppe 11-18 beliebt sind, aber durchaus bedenklich. Sie bringen einem ganz simpel bei: Tötest du einen oder mehrere Gegner (im Spiel), hast du gewonnen und du wirst dafür belohnt oder du kommst weiter in der Geschichte oder im Level. Durch Belohnungen, Erfolgsgefühle und Fortschritte kann sich, um auf die oben aufgeführte Frage zurückzukommen, bei längerem Spielen wie aus vielem anderen eine Sucht entwickeln. Bei der überschüssigen Zeit momentan, bei Teamaktionen, die keine Pause des Spielers ermöglichen und wenigen Fortschritten umso mehr.

Es ist interessant, dass mit diesem Grundkonzept von „Erfolg“ und „Belohnung“ und virtueller „Teamarbeit“ so viele konfrontiert sind, ohne dass sie es merken. Außerdem wird man konditioniert wie ein Hund. Im Spiel lernt man unterbewusst, selbst wenn man es nicht will, seine Handlungen zu wiederholen, wenn es dafür eine Belohnung oder einen Fortschritt gibt, mit dem man sich vor seinen Freunden rühmen könnte.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, sich keine zweite Realität zu erschaffen, sondern Spiele zu finden, die zwar Spaß, Action oder was man sonst noch erwartet, bringen, aber auch nicht das Potenzial bieten, gewisse Spielerfahrungen auf das reale Leben zu übertragen, damit nicht das Spiel mit dem Tod im schlimmsten Fall grausame Realität wird oder man sich einfach in einem Spiel verliert, also mehr Zeit dort verbringt als in der realen Welt.

Von Silas Kasulke

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