Grüße aus dem Homeoffice – Tag 31 von Giulia Enna

Existenzielle Fragen heute – Das Ich in der Krise

Über die Zeit hat sich die Menschheit enorm weiterentwickelt. Sie hat große Fortschritte in allen Bereichen gemacht.

Medizinisch gesehen geht es uns so gut wie nie. Viele Krankheiten sind heute heilbar.

Durch die Technisierung ist es uns möglich, die ganze Welt virtuell zu bereisen.

Aber durch all diese positiven Dinge vergessen wir schnell all die negativen Effekte, die diese „Errungenschaften“ mit sich bringen:

Die Umwelt wird durch unseren immensen Konsum extrem verpestet.

Die Rohstoffe der Erde werden immer knapper.
Die Naturkatastrophen werden immer gewaltiger.

Wie lange die Erde in ihrer jetzigen Form noch existieren kann, ist ungewiss und damit ist es auch unsere Zukunft. Jeden Tag gehen wir zur Schule, lernen, arbeiten, damit wir uns eine gute Zukunft ermöglichen können.

Doch wer weiß, ob diese Zukunft überhaupt existiert? Wer weiß überhaupt, wie lange unser Leben noch andauert?

Schon jetzt werden immer mehr Menschen durch unvorhersehbare Ereignisse aus dem Leben gerissen. Menschen, die auch ihre Zukunft geplant hatten.

Vielleicht sollten wir aufhören, unsere Zukunft zu planen und einfach im Hier und Jetzt leben!

Vielleicht sollten wir einfach versuchen, das Beste aus unserem jetzigen Leben und uns zu machen.

Doch auch dies ist ein Punkt, der leider immer mehr in Vergessenheit gerät. Heutzutage wird alles immer mehr materialisiert. Wenn du nicht das neue IPhone hast, bist du uncool. Deine Klamotten und dein Aussehen sind wichtiger als dein Charakter. Klingt traurig, ist aber leider wahr! Wie oft passiert es, dass Kinder gemobbt werden, nur weil sie etwas Anderes tragen als das, was die Masse als „cool“ ansieht. Innere Werte werden unwichtiger, die Menschen nur aufgrund ihres Aussehens beurteilt. Dadurch entsteht der Druck, „perfekt“ sein zu wollen und daraus resultieren wiederum viele psychische Krankheiten, da kaum jemand noch mit sich zufrieden ist.

Des Weiteren denken wir, wir wissen schon alles und verlieren dadurch die Lust am Leben. Dabei gibt es so viele Dinge, die wir noch zu erforschen haben: die Tiefen des Meeres zum Beispiel. Doch weil so vieles schon erforscht ist, fühlen wir uns, als gäbe es nichts mehr, was wir neu entdecken können.

Dazu trägt auch die Medizin bei. Die Gentechnik sorgt zwar dafür, dass Krankheiten geheilt werden können, allerdings nimmt sie den Menschen auch die Individualität. Mittlerweile kann man sogar das Äußere seines Kindes so verändern, wie man es gerne haben möchte.

Wie man erkennt, steht unsere Generation vor vielen Problemen, die aber doch eigentlich so leicht zu beheben wären. Warum verändern wir nicht einfach etwas, anstatt so viel darüber nachzudenken und nicht zu handeln?

Lasst uns aktiv werden und selber etwas dazu beitragen, Krisen zu vermindern oder sogar zu beseitigen. Lasst uns leben statt zu planen, aber lasst uns dabei versuchen, uns selber zu verbessern!

Veröffentlicht von Drea Voe

Lehrerin an der Eichenschule in Scheeßel

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