Grüße aus dem Homeoffice – Tag 11 von Matti Koch

Ah, was für ein entspannter Morgen! Oder doch nicht? Beim Blick aufs IPad wird mir klar, dass es doch nicht so entspannt ist. Eigentlich wollte ich mich heute in den Garten und an den PC setzen, doch das muss jetzt erstmal warten – Schulaufgaben. Auch mein Friseurtermin ist jetzt abgesagt. Wenigstens darf man noch alleine oder zu zweit nach draußen. Meine schöne Zeit zu Hause ist auch nicht so lustig: Meine Mutter kann nicht mehr jeden Tag ins Büro und mein Vater macht, wie so viele andere Menschen auch, gerade Homeoffice.

In der Familie sind wir jetzt viel zusammen, das ist auf der einen Seite schön, aber auch beängstigend… wie geht es weiter? Behalten meine Eltern ihre Arbeit? Können wir unseren Lebensstandard halten? Ich glaube, es wird viele Menschen geben, die durch Corona ihre Arbeit verlieren und in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Wirtschaft kommt ja auch gerade zum Stocken, die Börsenkurse mit dem DAX sind zum Fürchten – und keiner weiß, wie lange es geht. Auch meine Sprachreise in den Osterferien nach England wurde abgesagt. Warum hätte Corona nicht einfach in China (so wie es der amerikanische Präsident behauptet) bleiben können, dann hätten wir diese Probleme nicht.

Doch das ist jetzt ja nicht wichtig, denn wichtig ist, dass sich alle an die Regeln halten, damit wir bald wieder uneingeschränkt miteinander leben können. Es ist ja eigentlich ganz schön, an Schultagen ausschlafen zu können, doch würde ich lieber zur Schule gehen und damit auch früher aufstehen, damit ich in den Urlaub fahren kann und nicht zuhause rumsitzen muss.

Auch würde ich mir gerne keine Sorgen um meine Großeltern machen. Meine Oma ist im Altersheim, da gibt es zum Schutz der Mitbewohner jetzt ein Besuchsverbot. An die frische Luft kann sie noch, und telefonieren geht auch noch. Meine andere Oma wohnt zwar in der Nähe, aber auch sie darf ich nicht besuchen, da sie vor kurzem im Krankenhaus war und nun zu den besonders schützenswerten Personen gehört.

Zum Glück hat Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern eine sehr geringe Sterberate und ein gutes Gesundheitssystem. Zudem halten sich ja auch viele an die Regeln, doch es ist echt ziemlich dumm und verantwortungslos, von denen, die es nicht tun, da es sich durch diese Menschen deutlich schneller ausbreiten kann. Es ist auch ziemlich unnötig, Hamsterkäufe zu tätigen, da die Supermärkte weiterhin offen haben und man im Notfall (wenn man in Quarantäne ist) auch noch seine Nachbarn um Hilfe bitten kann. Und eine Sache frage ich mich deshalb seit dem Ausbruch: Wozu brauchen alle Leute so extrem viel Toilettenpapier? Denn meiner Meinung nach hilft es gar nicht gegen Viren.

Doch was wird sich geändert haben nach dem Corona-Virus? Meiner Meinung nach werden viele Menschen sich weniger die Hände geben und es wird mehr Abstand gehalten. Zudem wird das Treffen unter Freunden deutlich mehr geschätzt, da es ja zur Zeit nicht möglich ist. Es werden aber wahrscheinlich einige Firmen Pleite gehen und einige Menschen werden ihren Job verloren haben. Aber am Ende wird alles wieder gut werden und auch die Menschen, die ihren Job verloren haben, werden wieder einen finden. Hoffen wir das Beste!

Veröffentlicht von Drea Voe

Lehrerin an der Eichenschule in Scheeßel

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