Sind wir alle onlinesüchtig ?

Das Internet kann uns alle abhängig machen. Wir sind täglich an unserem Handy, Computer oder iPad. Doch heißt das gleich, dass wir alle onlinesüchtig sind?

Die Onlinesucht wird in 5 Kategorien eingeteilt.

1. Computerspiele (Gaming)

2. Glücksspiel (Online-Poker, Lotto, Wetten)

3. Pornografie

4. Shopping

5. Kommunikation (Messenger-Dienste, Social-Media-Plattformen)

Das heißt, dass das Internet an sich nicht das Problem ist. Es gibt bestimmte Onlineanwendungen, die Menschen abhängig machen können. Forscher reden hierbei eher von einer „Internetnutzungs-Störung“, als einer Onlinesucht. Meist sind sie nicht von einer Anwendung abhängig, sondern von mehreren. Z.B. Kaufsucht und Glücksspiel. Unter Onlinespielen haben die Online-Rollenspiele ein besonders großes Suchtrisiko. Wahrscheinlich, weil sie das klassische Computerspiel mit einer sozialen Komponente verbinden. Alle Formen von Onlinesucht verbindet, dass sie das Belohnungssystem des Gehirns aktivieren. Sie benötigen dafür anders als sogenannte stoffgebundene Süchte keine chemischen Substanzen wie Alkohol oder Nikotin, die direkt in den Hirn-Stoffwechsel eingreifen. Das sind somit Verhaltenssüchte.

Nicht jeder, der viel online ist, ist gleich süchtig oder krank. Aber für die Betroffenen verändert sich etwas mit dieser Anerkennung. Die Online-Spielsucht wird auch als „Impulskontrollstörung“ erkannt.

In Deutschland gibt es bisher noch keine genaue Anzahl der Betroffenen, doch nach einer vorsichtigen Abschätzung, sind ungefähr ein Prozent der Gesamtbevölkerung betroffen. Das sind mehrere hunderttausend Menschen. Genau kann man es nicht sagen, da die Entwicklung der Digitalisierung rasant steigt. Doch trotzdem leiden um die 5,8 Prozent der 12-17-jährigen deutschen Jugendlichen unter einer Computerspiel-Störung. In absoluten Zahlen sind es 270.000 Tausend Jugendliche.

Die Onlinesucht wird in drei Kriterien festgelegt.

1. Kontrollverlust über das Online-Spiel:

Das heißt, die Betroffenen haben erfolglos versucht, ihr Spielen zu reduzieren. Sie können gar nicht oder nur sehr schwer steuern, wann, wie oft, wie intensiv, wie lange und in welchen Situationen sie spielen. Ihnen fehlt etwas, wenn sie nicht spielen können.

2. Das Online-Spiel ist die Hauptbeschäftigung:

Das heißt, die Gedanken der Betroffenen kreisen nur noch um vergangene und kommende Spiele und das Spielen gewinnt immer mehr an Priorität und nimmt einen immer größeren Raum auf Kosten anderer Interessen und Aktivitäten ein. Hobbys und Freunde werden vernachlässigt oder ganz aufgegeben.

3. Die Betroffenen riskieren negative Konsequenzen:

Das heißt, sie spielen exzessiv weiter, obwohl wichtige Beziehungen oder schulische oder berufliche Chancen schon darunter leiden, etwa wenn die Partnerin droht, sich zu trennen oder der Job in Gefahr ist.

Eine Diagnose können nur Ärzte und Therapeuten stellen. Es gibt auch online-Tests, die dir sagen, ob du onlinesüchtig bist oder nicht. Diese können natürlich auch falsch sein. Doch mittlerweile gibt es Apps, die dir diese tägliche Bildschirmzeit ansagen und dir auch einen Wecker stellen können, der dir sagt, wenn du aufhören solltest. Falls du dir Sorgen machst, ob dein Medienkonsum noch „normal“ ist, solltest du zu einem Arzt oder Therapeuten gehen oder vielleicht den Selbsttest mit folgendem Link versuchen:

https://www.webfehler-hamburg.de/selbsttest-fuer-erwachsene?gclid=CjwKCAiAhJTyBRAvEiwAln2qB2d7FDWiEq-mHG1LGk6cSJs9CSRuNP-B_lujheINaT6jbn1n8XhZ7hoCG2wQAvD_BwE

Nele Sprenger, 10B

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