Fernweh: Ecuador, eine Kolumne von Nina Mosseri

Wer würde an Ecuador denken? Ein kleines Land in Südamerika. Doch wenn die Zeit und das Geld für die Reise ausreichen, ist sie definitiv gold wert.

In meinen Sommerferien war ich kurze Zeit in Ecuador. Meistens war ich in der Hauptstadt, Quito. Diese vier Tage werde ich nie vergessen, weil das Land sehr reich an Kultur ist und vieles zu bieten hat. Die Einheimischen, die Städte, die Museen, die Künstler, alle diese Merkmale machen diesen Ort unvergesslich.

Die Flora und Fauna des Landes sind sehr ausgeprägt und es wird auch versucht, sie so zu erhalten. In meisten Großstädten wie Hamburg oder Berlin liegen überall Müll oder Essensreste. In Quito und außerhalb sind die meisten Straßen und Parks sauber. Die Stadt stellt auch Mülleimer zur Verfügung, um den Müll richtig zu entsorgen und/oder zu recyceln. Überall stehen große, grüne Bäume und an den Hochhäusern hängt eine dicke Schicht von verschiedenen Topfpflanzen. Das Grün in der Stadt kann für Entspannung sorgen und natürlich für bessere Luft. Da die Stadt zurzeit wächst, ist es sehr wichtig, innovativ zu sein und an die Zukunft der Kinder zu denken, die diese frische Luft brauchen.

Außerhalb der Stadt ist das Szenario noch schöner. Hohe Berge überall, so weit das Auge reicht. Die meisten grün und voller Tiere. Doch nicht alle sehen gleich aus. Nebeneinander gestellt hat jeder Berg und jeder Vulkan seine eigene Schönheit und seine eigene Farbe: von hell zu dunkelgrün, von blau zu weiß. Die Vielfalt ist sehr groß. Die Vulkane sind nochmal etwas anderes. Mit einer Schneeschicht auf der Spitze sind diese am schönsten. An guten Tagen kann man von der Autobahn aus die Vulkanspitzen in der Sonne bewundern, diese riesengroße Meisterwerke der Natur. Die meisten umzingeln die Stadt Quito und bieten ihre Schönheit und ihren Schutz vor Wind. Ecuador hat 15 aktive Vulkane von 80. Davon werden die 3 größten immer besucht. Wenn man einigermaßen fit ist kann man diese zu Fuß besteigen.

Ich selber bin auf den Cotopaxi gestiegen, den dritthöchsten Vulkan in Ecuador. In 5000 Metern begann die Schnee- und Eisschicht. Ganz früh am kalten Morgen wurden wir in Quito von einem Bus abgeholt. Dieser brachte meine Familie und viele andere unbekannte Leute zum Fuß des Berges. Auch wenn wir uns nicht kannten, mussten wir aufeinander aufpassen, da das Bergsteigen auch gefährlich sein kann. Niemand durfte zurückbleiben. Wir starteten in 4500 Meter Höhe. Es war ein harter Weg für manche, aber es ist definitiv den Versuch wert. Meine Geschwister und ich waren die jüngsten in derGruppe und haben es geschafft! Es war sehr kalt und es schneite sogar, doch als die Wolken wegzogen, hatte man die beste Aussicht auf die Spitze des Berges, ebenso wie die untere Seite. Unter unseren Füßen lag das rot-schwarze vulkanische Gestein, ein großer Kontrast zum grünen Tal oder zur weißen Bergspitze. Nachdem wir abgestiegen waren, aßen wir eine ecuadorianische Gemüsesuppe mit Maiskörnern, die uns aufwärmte. Dieses Abenteuer würde ich gerne wiederholen, weil wir mit so vielen schöne Bildern belohnt wurden und das Gefühl des Erfolges als Belohnung für den Aufstieg erhielten.

Ecuador ist meistens wegen den Lamas und den Alpaka-Jacken bekannt. Diese kann man überall an örtlichen Märkten kaufen, doch die besten werden in Otavalo verkauft. Ungefähr zwei Stunden von der Hauptstadt Quito entfernt liegt Otavalo, eine kleine bunte Stadt in der Nähe einheimischer Dörfer. Die Einheimischen fabrizieren die Jacken, Mäntel und Schale aus Lama- und Alpaka-Fell in ihren Dörfern auf den Bergen selber. Diese sind meistens sehr farbenfroh und sind mit Lamamustern verziert. Ein Mal in der Woche bringen die Produzenten die Ware nach Otalvalo, um sie dort zu verkaufen. Es wird ein großer Markt aufgebaut, wohin Menschen aus aller Welt kommen, um diese typische Kleidung zu kaufen. Die Jacken schützen gut vor der Kälte und sind damit für das Wetter auf dem Cotopxi sehr angemessen. Ich hab mir auch so eine Jacke gekauft und wir haben ein weiteres Mal das typische ecuadorianisches essen ausprobiert, was sehr reichhaltig und lecker war. In der kleinen Stadt kann man ein paar Tage sehr genießen.

Noch ein bemerkenswerter Ort ist „La mitad del Mundo“. Auf deutsch übersetzt heißt das soviel wie „Die Mitte der Welt“. Diesen Ort kann man sehr einfach besuchen, da er nicht sehr weit weg von Quito liegt. In der Mitte der Berge ist die Mitte der Welt gekennzeichnet und drum herum sind verschiedene Stationen, die man besuchen kann. Die kleinen Häuser sind alle in einem knalligen Orangen angemalt und haben ein Holzdach. Hier kann man das vor Ort gemachte Eis aus tropischen Früchten oder die vor Ort gemachte Schokolade aus hervorragender Qualität Cacao-Blüten probieren. Man kann dazu das Museum der Mitte der Welt, was in einem Turm liegt, besuchen. Das lohnt sich, denn so kann man die Mitte der Welt von oben betrachten und allen Menschen zuschauen, wie sie auf der Linie der Mitte der Welt Bilder machen. Danach geht man hinunter und in jedem Stock befinden sich Informationen zur Geschichte und Entstehung des Ortes. Das Personal ist unglaublich freundlich und der Ort erweckt Lebensfreude in einem. Außerdem ist er perfekt zum Fotografieren.

Auf meiner Reise nach Ecuador habe ich vieles gelernt und vieles gesehen. Ich würde sagen, dass einem wirklich die Augen geöffnet werden kann, was man vielleicht nötig hatte. Dieses Land hat vieles zu bieten und ist so schön, dass ich bald wiederkommen werde!

Nina Mosseri

Veröffentlicht von Drea Voe

Lehrerin an der Eichenschule in Scheeßel

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